Mannheim Kunsthalle eröffnet: Größter Neubau eines Kunstmuseums

Besucher betrachten im Atrium der neu gebauten Kunsthalle ein Kunstwerk des Künstlers Anselm Kiefer. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Besucher betrachten im Atrium der neu gebauten Kunsthalle ein Kunstwerk des Künstlers Anselm Kiefer. Foto: Uwe Anspach/Archiv © Foto: Uwe Anspach
Mannheim / DPA 01.06.2018

Als moderne Stadtarchitektur inmitten eines Jugendstilensembles hat die neue Mannheimer Kunsthalle ihre Türen am Freitagabend für die Allgemeinheit geöffnet. Hunderte Besucher nahmen das 68,3 Millionen Euro teure Sammlungshaus nach dreijähriger Bauzeit bei freiem Eintritt gleich in Besitz. Neben dem Grundbestand des Museums sind in einer Schau bis zum 9. September großformatige Fotos des Kanadiers Jeff Wall zu sehen. Die Kunsthalle beherbergt auch die wohl weltgrößte Privatsammlung mit Werken von Anselm Kiefer.

An der Eröffnung nahm neben Jeff Wall auch die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) teil. Bauer hob in ihrer Rede die Digitalisierung der Kunstwerke hervor, mit der sich das Publikum seinen Katalog oder seine Führung selbst zusammenstellen kann. „Wenn man mit Kunst und Kultur in die Erlebniswelten der jungen Generation kommen will, muss man neue Wege gehen“, sagte sie. Mit dem Festakt startete ein dreitägiges Bürgerfest. Bis Sonntagabend kann das Haus besichtigt werden. Geplant sind Vorträge, Musik, Workshops.

Das Gebäude im Zentrum der nordbadischen Stadt gilt als derzeit größter Neubau eines Kunstmuseums in Deutschland. Die Außengestaltung ist unter anderem wegen der Ummantelung mit einem 44 Tonnen schweren Netz aus Edelstahl nicht unumstritten. Kritiker zweifeln, ob sich der Neubau harmonisch in eine historische urbane Nahtstelle fügt.

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