Würzburg Mainfränkisches Museum erhält Millionen

DPA 24.12.2012

Das Mainfränkische Museum in Würzburg feiert 2013 sein 100-jähriges Bestehen. Es soll nun stark aufgewertet werden - baulich, aber auch inhaltlich.

Vor allem soll es Landesmuseum und damit ein kultureller Leuchtturm werden. Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) sagt dazu: "Man sollte künftig in jedem Bezirk ein Museum haben, für das sich der Freistaat besonders engagiert." Das Land will für Festung und Museum bis 2018 etwa 30 Millionen Euro zahlen. Mit dem Geld wird die geplante Neukonzeption des Museums auf der Festung Marienberg beschleunigt. "Ich bin höchstzufrieden darüber, dass es nun losgegangen ist", sagte Museumsleiterin Claudia Lichte.

2013 steht eine Machbarkeitsstudie im Vordergrund: Was ist in welchen Räumen der Festungsanlage möglich? "Es ist derzeit noch diffus. Was man bis jetzt sicher hat, sind Träume", sagte die Museumschefin. An erster Stelle stehe die Neukonzeption der Ausstellung. "Bislang fehlt der rote Faden." Die Sammlung des Museums werde bislang rein kunsthistorisch präsentiert. "Es fehlt der historische Kontext."

Jährlich besuchen durchschnittlich zwischen 70 000 und 80 000 Menschen das Museum. Mit der Neukonzeption soll die Sammlung auch gestrafft werden. "Es gibt Einzelstücke, die überhaupt nicht ins Haus passen", sagte Lichte. Die sollten nun vorzugsweise an andere Museen abgegeben werden.

Von heute auf morgen sei das alles nicht zu schaffen. "Wir denken das jetzt erst einmal alles groß. 10 bis 15 Jahre wird es aber bestimmt dauern", sagte Lichte. Auch Minister Heubisch signalisiert Zurückhaltung. "Das Mainfränkische Museum wird ein Landesmuseum, aber es dauert noch."