Kunst Kunstverein Neu-Ulm: Preise für Dietmar Herzog, Edgar Braig, Dorothee Herrmann

Die Förderpreisträger (von links): Dietmar H. Herzog, Dorothee Herrmann und Edgar Braig.
Die Förderpreisträger (von links): Dietmar H. Herzog, Dorothee Herrmann und Edgar Braig. © Foto: Otfried Käppeler
Otfried Käppeler 16.05.2017

Es war die 40. Jahresausstellung des Kunstvereins Neu-Ulm, zur Eröffnung wurde zum 25. Mal der Förderpreis der Sparkasse Neu-Ulm–Illertissen verliehen. Zahlen, die für Kontinuität sprechen: Diesmal waren es Dietmar H. Herzog (Malerei), Edgar Braig (Objekte) und Dorothee Herrmann (Fotografie), die im Edwin-Scharff-Haus die Preise vom Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Armin Brugger und OB Gerold Noerenberg erhielten.

Edgar Braig wurde der Förderpreis (2500 Euro) für drei Objekte zugesprochen, die zu Teilen aus Fundstücken, etwa aus alten Fahrradreifen, bestehen und zum Teil aus von ihm geformten Elementen, die das plastische Volumen bilden. Mit der spezifischen ästhetischen Wirkung sah die Jury in seinen Werken die Thematik „Mobilität und Statik“ überzeugend bearbeitet.

Schrift und Ästhetik sind das angestammte Thema für Herzogs Kunstschaffen. Nach Phasen des Experimentierens scheint er damit nun wieder zur Malerei gefunden zu haben. Innerhalb einer „schlüssigen formalen Lösung“ gelinge Herzog, der ebenfalls 2500 Euro erhielt, „eine malerische Umsetzung, die räumliche Tiefe wie eine Rätselhaftigkeit“ bewirke, heißt es in der Begründung der Jury.

Eine Fotografie in Mischtechnik ist Herrmanns Diptychon „Ins Blaue hinein . . .“ Sie erhielt 500 Euro. Zum einen besteht das Diptychon aus kleinen, verloren wirkenden Figuren, die auf eine Leinwand gestickt sind. Daneben hängt ein großformatiges Foto von einer Hand, auf deren Finger das Wort „flieg“ gestickt ist. Das hat eine starke unmittelbare emotionale Wirkung, die allerdings ambivalent ist, denn durch die Stickerei sind die Finger perforiert.

Die Jahresausstellung des Kunstvereins Neu-Ulm erfreut sich inzwischen einer starken Resonanz. Das mag der Grund dafür sein, dass im Edwin-Scharff-Haus dieses Jahr sehr eng gehängt wurde, was den einzelnen Werken bestimmt nicht zu Gute kommt.

Info Die Ausstellung dauert bis 28. Mai, Di-Sa 14-18, So 11-17 Uhr.