Ulm Kulturnotizen vom 13. Dezember 2013

Ulm / SWP 13.12.2013
Mindesthonorare für Musiker, Gema-Streit beigelegt und "Twitter-Statisten im Resi" sind die Themen am Freitag.

Mindesthonorare für Musiker

Die Kirchenmusiker im Deutschen Musikrat fordern Mindeststandards bei der Honorierung von Freiberuflern. Die einmütige Forderung sei angesichts der "desaströsen sozialen Lage" vieler freiberuflicher Musiker ein zukunftsweisender Schritt, erklärte der Generalsekretär des Musikrates, Christian Höppner am Donnerstag. Die Entscheidungsträger in der evangelischen und katholischen Kirche seien aufgerufen, bei der Bezahlung freier Musiker ihrer sozialen und kulturellen Verantwortung gerecht zu werden.

Gema-Streit beigelegt

Der Gema-Streit um die Vergütung von Musik bei Festen, in Diskos und Kneipen ist beigelegt. Nach monatelangen Verhandlungen einigte sich die Bundesvereinigung der Musikveranstalter mit dem Rechteverwerter Gema auf neue Tarife. Vom 1. Januar 2014 an gilt: Je größer die Fläche und je höher die Eintrittsgelder, umso höher sind die Gebühren für das Abspielen von Musik und für Live-Auftritte. Dafür gibt es in Zukunft vier Tarife. Gegen die ursprünglich von der Gema beabsichtigte Reform waren die Veranstalter Sturm gelaufen. Sie sahen Mehrbelastungen von bis zu 1000 Prozent auf sich zukommen. Viele warnten vor einer Schließung von Clubs und einem Kulturverlust.

"Twitter-Statisten" im Resi

Das Münchner Residenztheater lässt twittern. Bei der Aufführung von Jean Pauls "Flegeljahre" setzt das Theater fünf Zuschauer auf die Bühne, die das, was sie sehen, per Kurznachricht ins Internet schicken sollen. Diese "Twitter-Statisten" sollen während der gesamten Vorstellung mitten im Bühnengeschehen sitzen, können so die Inszenierung von Robert Gerloff hautnah erleben und ihre Erlebnisse via Twitter mitteilen. Das Projekt beendet die Twitter-Theater-Woche, die seit 9. Dezember in fünf deutschen Sprechtheatern läuft.