Ulm Kinderlied der Woche (46): "Jimba, jimba"

PN 17.08.2012
Zu den Klassikern gehört es nicht gerade, das Nonsens-Kinderlied "Jimba, jimba". Der überschaubare Text erleichtert den Kleinen, es zu lernen.

"Aramsamsam, aramsamsam" kennt längst jedes Kind. Wie wäre es da zur Abwechslung mal mit "Jimba, jimba"? Der Text ist so gestaltet, dass auch Kindern mit mangelnden Deutschkenntnissen daraus kein Nachteil entsteht - aber auch kein Vorteil. Er lautet: "Jimba (sprich: Dschimba), jimba, jimba papaluschka. Jimba, jimba, jimba papagei." Nach einem "Tra-la-la-la-la-la" wird alles wiederholt und mit "Hey!" abgeschlossen.

Im Grunde ist das Wort "papagei" schon viel zu gegenständlich für den Text dieses Stückes, das der Kategorie "volkstümliches Nonsens-Lied" zugeordnet ist. Das - zumindest im Deutschen - sinnfreie "papaluschka" wiederum klingt wegen seiner Endung ziemlich russisch, und dazu passt auch die Melodie, die in e-Moll gehalten ist und starke Anklänge an die russische Folklore aufweist.

Das Lied besteht aus acht Teilen: Dem oben zitierten Text folgt ein Zwischenspiel. Danach kommt eine zweite Strophe, deren Text aber mit dem der ersten identisch ist. Dasselbe gilt für die dritte Strophe, die von der zweiten durch ein anderes Intermezzo getrennt ist.

Mancher Erwachsene mag über "Jimba, jimba" ebenso die Nase rümpfen wie über "Aramsamsam", da die Texte pädagogisch wertlos sind. Aber: Sie bereiten Spaß - wie einst der ebenso sinnfreie Hit "My Baby Baby Balla Balla", der an Weihnachten 1965 stolze 300 000 mal verkauft wurde.

Info
Carus Verlag und SWR 2 fördern mit einem Benefizprojekt das Singen mit Kindern. SWR 2 sendet morgen, Samstag, 16 Uhr, "Jimba, jimba". Noten, Text und Mitsingfassung gibt's hier: