Konzert JPS lässt Publikum zum 30. Geburtstag singen

Ulm / Burkhard Schäfer 07.06.2018

30 Jahre ist es her, dass Rudolf Spindler die Junge Philharmonie Schwaben (JPS) als Weiterführung seiner musikpädagogischen Arbeit mit dem Humboldt-Orchester ins Leben gerufen hat. Klar, dass so ein runder Geburtstag gebührend gefeiert werden muss, am besten mit einem Sinfoniekonzert. Wolfgang Erber, der den Klangkörper seit 1994 leitet, ließ sich etwas Besonderes einfallen: Statt einer Zugabe durfte das Publikum selbst ein Geburtstagsständchen singen. Die Melodie dazu hatte sich die JPS aus Beethovens „Neunter“ ausgeborgt. Und so erklang dann:  „Wem der große Wurf gelungen,/ dass er heut zur Stelle sei,/ der wirkt mit: Aus vollen Lungen/ tragen wir zum Jubel bei.“

Grund dazu hatten die Zuhörer  – bei Werken von Ludwig van Beethoven (Ouvertüre zu „Coriolan“), Antonio Sa­lieri (Konzert für Flöte, Oboe und Orchester) und Johannes Brahms (Sinfonie Nr. 2). „Coriolan“ ist immer ein denkbar starker Auftakt, vor allem, wenn die Ouvertüre so ruppig wie von den „Jungen Schwaben“ aufs Parkett gelegt wird. Ganz anders, viel galanter, dabei randvoll gepackt mit schönen Melodien, Salieris Doppelkonzert mit Ruth Legelli und Ulrich Ehret – der Hit des Abends.

Zum Abschluss dann Brahms. Die ersten beiden Sätze gingen den Musikern nicht ganz so rund von der Hand, besser wurde es im dritten und richtig gut dann im vierten Satz. Was stand doch gleich noch auf dem Handzettel? „Und mit Freud‘ auf weit’re Male/ geht nun dies Konzert zu End‘!“

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