Allroundkünstler Jan Fabre in Südfrankreich: Gehirnwindungen aus Marmor

Das Kunstwerk „Anthropologie eines Planeten“ von Jan Fabre in der Ausstellung „Ma Nation: l’imagination“. Foto: Sabine Glaubitz
Das Kunstwerk „Anthropologie eines Planeten“ von Jan Fabre in der Ausstellung „Ma Nation: l’imagination“. Foto: Sabine Glaubitz © Foto: Sabine Glaubitz
Saint-Paul de Vence / DPA 08.08.2018

Das Gehirn der Liebe, das Gehirn des 1. Mai, das Gehirn eines Atheisten: Skulpturen aus Carrara-Marmor, Bronze und Silikon, aus denen Maiglöckchen oder ein Apfel mit Wurm ragen.

Sie sind in der Fondation Maeght in Saint-Paul de Vence in Südfrankreich ausgestellt, die Jan Fabre ihre diesjährige Sommer-Ausstellung widmet.

Für den belgischen Künstler, Performer und Theaterregisseur hat das Gehirn sinnliche Formen. Es sei der sexieste Teil des menschlichen Körpers, sagte er. Man habe vergessen, dass es aus Fleisch, Venen und Molekülen bestehe.

In Form von mehr als 70 Skulpturen und Zeichnungen ist es nun bis zum 11. November in dem Museum bei Nizza zu sehen. Der Titel der Ausstellung: „Ma Nation: l’imagination“ (etwa: Meine Nation: die Vorstellungskraft).

Das „Enfant terrible“ der zeitgenössischen Kunstszene beschäftigt sich schon seit langem mit dem Hauptorgan des zentralen Nervensystems. Seine ersten Zeichnungen entwarf der 59-Jährige vor mehr als zehn Jahren. Sie bilden die Scans seines eigenen Gehirns ab, das er damals wegen neurologischer Störungen untersuchen ließ.

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Fondation Maeght

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