Große Namen, harte Klänge bei Festivals 2012

UDO EBERL 03.01.2012
Die großen Rock- und Pop-Festivals 2012 übertrumpfen einander mit zugkräftigen Bandnamen - und setzen bis jetzt eher auf harte Gitarrenriffs.

Lebkuchen stehen bekanntlich bereits im Spätsommer in den Regalen. Kein Wunder also, wenn die Sommerfestivals schon im Winter mit großen Namen wuchern. Allen voran "Rock am Ring" und "Rock im Park" von 1. bis 3. Juni 2012. "Die Toten Hosen" werden ihr 30-jähriges Bestehen dort feiern. Metallica wollen ihr "Black Album" zu Gehör bringen. Daran gemessen sind Billy Talent, Linkin Park, Soundgarden, Marilyn Manson, Motörhead oder The Offspring fast Mittelgewichte. Für den Pop-Part sorgen am Nürburgring und in Nürnberg etwa Deichkind, Gossip oder Kasabian.

Auch "Die Ärzte" melden sich im Sommer zurück. Neben einer ausgedehnten Tournee wird man sie beim "Southside Festival" in Neuhausen ob Eck zwischen 22. und 24. Juni erleben dürfen. Heiß erwartet wird dort der Auftritt von Blink-182. Außerdem wurden Justice, Rise against, Wolfmother, die Brit-Comebacker "The Stone Roses", die "Sportfreunde Stiller" und Erfolgsrapper Casper gebucht.

Für das "Taubertal-Festival" von 10. bis 12. August im grünen Tal unterhalb von Rothenburg haben Bands wie die Beatsteaks, Royal Republic, Broilers oder The Wombats zugesagt. Am 25. August wird man die Beatsteaks dann auch bei "Rock am See" in Konstanz erleben können. Auch der heiß begehrte "Chiemsee Reggae Summer" in Übersee am Chiemsee hat an der Starterliste gebastelt. Unter anderem werden von 24. bis 26. August Gentleman, La Brass Banda und Samy Deluxe für Groove sorgen.

Während die großen Festivals auf die Tube drücken, läuft es bei anderen Open Airs wie von selbst - obwohl noch keine einzige Bandbestätigung vorliegt. Wer sich mit dem Gedanken trägt, das 29. "Haldern Pop Festival" am Niederrhein zu besuchen (9. bis 11. August) kann nur auf das Restkontingent hoffen. Gegen den Mainstream gebürsteter Pop und Indie stehen hoch im Kurs. Ähnliches gilt für das "Melt! Festival" 2012, das nicht nur mit einem handverlesenen Programm zwischen Pop und Techno, sondern mit dem Standortvorteil punktet: Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt bietet von 13. bis 15. Juli mit Ferropolis, der Stadt aus Eisen, einen der heißesten Festivalplätze. Zwischen den stillgelegten Riesen des Tagebaus wird gerockt und gefeiert.