Eine „Sängerin am Piano“ von Ernst Ludwig Kirchner für 3,9 Millionen Euro gehört dieses Jahr zu den teuersten Werken auf der Art Cologne. 176 Aussteller zeigen dort bis Sonntag Werke zeitgenössischer Kunst und der klassischen Moderne.

Darunter sind auch ein „Russisches Mädchenpaar“ des Expressionisten Otto Mueller (1874-1930) für 3,9 Millionen Euro, ein „Abstraktes Bild“ von Gerhard Richter für 3,8 Millionen Euro und eine „Reihung“ von Günther Uecker für mehr als eine Million Euro. Auch August Macke, Max Ernst, Max Liebermann, Neo Rauch, Anselm Kiefer und Damien Hirst sind im Angebot.

Die größte deutsche Kunstmesse ist dabei kleiner als in den vergangenen Jahren: 2018 waren noch 210 Händler vertreten, jetzt 34 weniger. Der Grund dafür sei aber nicht geringeres Interesse der Galeristen, sagte Direktor Daniel Hug am Mittwoch. Es gehe vielmehr darum, die Messe zu konzentrieren und dadurch sicherzustellen, dass jeder Besucher auch wirklich jeden Stand ansehen könne. Das sei sowohl für die Besucher als auch für die Galeristen zufriedenstellender. „Es lohnt sich, sich Zeit zu nehmen“, sagt Hug.

„Eine Kunstmesse können Sie sich vorstellen wie ein großes Schiff, das das ganze Jahr flottgemacht wird für nur ein paar Tage“, sagte Karin Schulze-Frieling vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG). Hug habe hier ganze Arbeit geleistet, und die stärkere Konzentration mache den Messebesuch noch angenehmer.

Von den 176 Ausstellern kommen nach Angaben der Koelnmesse 96 aus dem Ausland, also mehr als die Hälfte. Bei den Besuchern reise erfahrungsgemäß etwas weniger als ein Drittel aus dem Ausland an, darunter viele aus den benachbarten Benelux-Ländern. Die Art Cologne ist die älteste Kunstmesse der Welt. Sie wurde 1967 als „Kunstmarkt Köln“ gegründet.

Art Cologne