Frankfurt Goetz, Herrndorf und Nadolny auf der Longlist

Sten Nadolny steht mit seinem Roman auf der Longlist für den Buchpreis.
Sten Nadolny steht mit seinem Roman auf der Longlist für den Buchpreis.
EB 16.08.2012
Die Longlist ist da: Für den Deutschen Buchpreis 2012 sind gestern unter 162 Anwärtern die 20 Titel für die Endrunde nominiert worden.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat gestern die sogenannte Longlist für den Deutsche Buchpreis 2012 bekanntgegeben. Darauf steht unter anderem der neue Roman "Johann Holtrup" von Rainald Goetz, der im September erscheint. Auch Wolfgang Herrndorf, der mit "Sand" bereits den Preis der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr erhalten hat, ist auf der Liste vertreten.

"Am verblüffendsten an unserer Longlist ist wohl ihre Welthaltigkeit", urteilte der Sprecher der Jury, Andreas Isenschmidt. "Kaum eine Dimension, die nicht vorkommt: die große Liebe und der avancierteste Kapitalismus, die Erfahrung des Heiligen so gut wie Schocks der Kälte und Einsamkeit."

Die nominierten Romane in alphabetischer Reihenfolge: Ernst Augustin: "Robinsons blaues Haus" (C. H. Beck), Bernd Cailloux: "Gutgeschriebene Verluste" (Suhrkamp), Jenny Erpenbeck: "Aller Tage Abend" (Knaus), Milena Michiko Flaar: "Ich nannte ihn Krawatte" (Wagenbach), Rainald Goetz: "Johann Holtrop" (Suhrkamp), Olga Grjasnowa: "Der Russe ist einer, der Birken liebt" (Hanser), Wolfgang Herrndorf: "Sand" (Rowohlt), Bodo Kirchhoff: "Die Liebe in groben Zügen" (Frankfurter Verlagsanstalt), Germán Kratochwil: "Scherbengericht" (Picus), Ursula Krechel: "Landgericht" (Jung und Jung), Dea Loher: "Bugatti taucht auf" (Wallstein), Angelika Meier: "Heimlich, heimlich mich vergiss" (Diaphanes), Sten Nadolny: "Weitlings Sommerfrische" (Piper), Christoph Peters: "Wir in Kahlenbeck" (Luchterhand), Michael Roes: "die Laute" (Matthes & Seitz), Patrick Roth: "Sunrise" (Wallstein), Frank Schulz: "Onno Viets und der Irre vom Kiez" (Galiani), Clemens J. Setz: "Indigo" (Suhrkamp), Stephan Thome: "Fliehkräfte" (Suhrkamp) und Ulf Erdmann Ziegler: "Nichts Weißes" (Suhrkamp).

Am 12. September wird diese Liste auf sechs Romane reduziert. Der Sieger wird am 8. Oktober - am Vorabend der Frankfurter Buchmesse - bekanntgegeben. Der Gewinner erhält 25 000 Euro. Der Preis für die beste literarische Neuerscheinung des Jahres wird seit 2005 vergeben. Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2012 gehören neben Andreas Isenschmid an: Silke Grundmann-Schleicher (Buchhandlung Schleichers, Berlin), Oliver Jungen (freier Kritiker), Dirk Knipphals (Die tageszeitung), Stephan Lohr (Norddeutscher Rundfunk), Jutta Person (freie Kritikerin) und Christiane Schmidt (freie Lektorin).