Erolzheim Get Well Soon spielt erstmals in Erolzheim

Vom Dreieckshaus in die schwäbische Provinz: Get Well Soon.
Vom Dreieckshaus in die schwäbische Provinz: Get Well Soon. © Foto: Simon Gallus
Erolzheim / UDO EBERL 05.05.2014
Konstantin Groppers Band Get Well Soon spielt am 10. Mai erstmals in dessen schwäbischem Heimatort Erolzheim bei Biberach. Wenig später tritt er mit Theatermusik bei den Berliner Festspielen auf.

Wie kam es zum anstehenden ersten Konzert in Ihrer Heimat Erolzheim?
KONSTANTIN GROPPER: Ich wurde immer wieder gefragt, ob wir mit Get Well Soon in Erolzheim spielen können. Nachdem nun die Halle, in der ich als Grundschüler Sport hatte, zur Mehrzweckhalle umgebaut worden ist, war es jetzt an der Zeit. Wir werden in diesem Jahr ansonsten nur noch beim Theatertreffen in Berlin und beim Maifeld Derby in Mannheim auftreten - bei letzterem allerdings mit dem "Grand Ensemble".

Was ist am dem Auftritt speziell?
GROPPER: Ein Auftritt von Get Well Soon auf dem Lande ist ja durchaus ein Experiment. Wenn ich mich an meine Jugend erinnere, war in Erolzheim nicht viel los. Es ist wirklich sehr aufregend. Auch weil wir ein halbes Jahr nicht mehr zusammengespielt haben und vorher proben werden. Die Musiker sind ja über ganz Europa verteilt.

Inzwischen haben Sie sich neben Get Well Soon als Produzent für die Rapper Muso und Casper einen Namen gemacht. Gropper und HipHop, das hat zunächst überrascht.
GROPPER: Als ich gefragt wurde, war auch ich überrascht, aber mir sind Kollaborationen mit Künstlern, die aus einer anderen musikalischen Ecke kommen, sogar lieber. Es ist gut, sich aus der Komfortzone herauszubewegen. Alles andere ist ja auch langweilig.

Gibt es denn Unterschiede in der Arbeitsweise?
GROPPER: Gar nicht so sehr. Beim HipHop kommt vom Künstler musikalisch ja nicht so viel. Entweder haben Markus Ganter und ich die Stücke geschrieben oder es gab rudimentäre Entwürfe, die wir ausarrangiert haben. Der größte Unterschied war, dass alles bei Casper durch die Endkontrolle musste, denn er hatte das Sagen.

Arbeiten Sie bereits an einem neuen Album oder an weiteren Filmmusik-Aufträgen?
GROPPER: Die Arbeit als Produzent hat mich zuletzt doch sehr beschäftigt. Jetzt schreibe und experimentiere ich gerade sehr viel. An die vierte Platte denke ich aber noch nicht. Ich habe grundsätzlich immer etwas Angst vor einem nächsten Album. Sicherlich auch wegen meines Anspruchs, dass alles ein wenig anders klingen sollte.

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