Heeresmusikkorps Ulm Fetziger Zapfenstreich: Das Festival Basel Tattoo

Basel / Joachim Lenk 31.07.2018
Beim weltweit zweitgrößten Militärmusikfestival spielte auch das Heeresmusikkorps Ulm auf.

Militärmusik aus vier Kontinenten, die Red Hot Chilli Pipers, 200 Dudelsackspieler, die Kuhglocken-Serenade, Feuerwerke, ein Trommelspektakel und Uniformen: Das war das Basel Tattoo, das am Wochenende zu Ende ging. Die Veranstalter zählten rund 190.000 Besucher, die eine der elf Vorstellungen in der ehemaligen Kaserne und bei der Parade durch Basel erlebt hatten. Übrigens: Tattoo hat nichts mit einer Tätowierung zu tun. Vielmehr ist es das englische Wort für Zapfenstreich.

Ulm als einziges deutsches Orchester dabei

Es war die 13. Auflage des weltweit zweitgrößten Militärmusik-Festivals. Was jetzt beim Open-Air-Spektakel auf dem Exerzierplatz der ehemaligen Kaserne geboten wurde, war in dieser Konstellation einzigartig. Deutschland wurde dieses Jahr, nach 2011 zum zweiten Mal, vom Heeresmusikkorps Ulm unter der Leitung von Oberstleutnant Matthias Prock vertreten. Kein anderes der 14 noch existierenden Orchester der Bundeswehr hatte bislang eine Einladung zu diesen Marschperformances der Großformationen erhalten.

Ein Raunen ging durchs Publikum, als zu den Klängen von „Kein schöner Land in dieser Zeit“ ein Banner mit dem Schriftzug „Grüezi, Basel!“ ausgerollt wurde. Bei „Auf de schwäbsche Eisebahne“ sangen einige Eidgenossen lautstark mit und bei „Happy Music“ von James Last tänzelten die Soldaten.

Pyrotechnik und Gitarrenklänge

Mit der Swiss Army Central Band marschierte die „Nationalmannschaft“ der Schweizer Blasmusik in die Tattoo-Arena ein. Die jungen Schlegelakrobaten präsentierten ein großes Trommelspektakel. Ihre Kollegen des Top Secret Drum Corps setzten mit Trommel-Stafetten noch einen drauf: Pyrotechnik vor, hinter und an den Trommeln.

Erstmals hatte Produzent Erik Juillard fetzige Gitarrenklänge in die Show eingebaut, vorgetragen von den Red Hot Chilli Pipers im Wechsel mit Dudelsack-Klängen. So hatten die Zuschauer Rock-Klassiker wie „Thunderstruck“ von AC/DC oder „Smoke On The Water“ von Deep Purple garantiert noch nie gehört.

Massed Pipes and Drums hingegen präsentierten schottische Hochlandklänge, so wie man sie gewohnt ist. Ein eindrucksvolles Bild bot sich beim Finale. Alle Mitwirkenden marschierten gemeinsam musizierend durch die Arena. Und spätestens als die britische Sängerin Tiffany Allen Ennio Morricones „Once Upon A Time In The West“ unter den Klängen aller Musiker sang, bekam der letzte Besucher eine Gänsehaut.

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