Die Entdeckung des Ellwanger Münzschatzes erregte vor knapp zwei Jahren Aufsehen - von Samstag an wird er in einer Sonderausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. „Wir sind stolz, diesen wertvollen Fund aus dem Spätmittelalter nun zehn Wochen lang zeigen zu können“, sagte der Direktor des Alamannenmuseums in Ellwangen, Andreas Gut. Danach verschwinden die Silbermünzen für einige Zeit wieder im Fundus der Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege in Esslingen.

„Mit dem Schatz verbinden sich noch offene Fragen“, sagte Jonathan Scheschkewitz, Referent für Archäologische Denkmalpflege im Landesamt. Woher kamen zum Beispiel die Münzen und warum wurden sie vergraben? Weitere Forschungen sollen Antworten liefern. „Der Ellwanger Münzschatz ist mit mehr als 9200 Prägungen einer der größten Münzschatzfunde in Süddeutschland“, sagte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

Zwei Hobby-Schatzsucher aus dem Ostalbkreis, die mit ihren Metallsonden eigentlich Militaria-Utensilien und Munition aufspüren wollten, waren 2017 im Gebiet eines alten Hohlwegs bei Ellwangen zufällig auf einen vergrabenen Krug mit den Münzen gestoßen. Sie behielten den Schatz zunächst - verbotenerweise - für sich. Doch im Januar 2018 meldete einer von ihnen den Fund dem Landesamt für Denkmalpflege.

Ellwangener Alamannenmuseum