Die Golden Globes

SWP 15.01.2013

Schon vor drei Jahren hatten die Österreicher Christoph Waltz und Michael Haneke einträchtig Golden Globes gewonnen: Waltz als bester Nebendarsteller in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds", Haneke mit "Das weiße Band" den Preis für den besten fremdsprachigen Film. Wie sich Geschichte wiederholt: Am Sonntagabend gewann Waltz den Globe als bester Nebendarsteller in Tarantinos "Django Unchained", Haneke bekam für "Amour" den Globe für den besten fremdsprachigen Film.

Als bestes Drama wurde bei der 70. Verleihung der Golden Globes, der Preise der Auslandspresse in Hollywood, Ben Afflecks Polit-Thriller "Argo" ausgezeichnet, der von einer aberwitzigen CIA-Befreiungsaktion von US-Geiseln im Iran anno 1979 handelt. Affleck, als Schauspieler gleichermaßen wie als Filmemacher erfolgreich, erhielt auch den Regie-Globe. Als beste Komödie/bestes Musical wurde "Les Misérables" ausgezeichnet.

Die Schauspieler-Globes gingen in der Sparte Drama an Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty") und Daniel Day-Lewis ("Lincoln"), in der Sparte Komödie/ Musical an Jennifer Lawrence ("Silver Linings") und Hugh Jackman ("Les Misérables"). Zur besten Nebendarstellerin wurde Anne Hathaway ("Les Misérables") gekürt.

Auch Quentin Tarantino ging bei der Gala nicht leer aus, er bekam für das Drehbuch von "Django Unchained" einen Globe. Der Filmmusik-Preis ging an Mychael Danna für "Life of Pi", als bester animierter Film wurde die Pixar-Produktion "Merida - Legende der Highlands" ausgezeichnet.

Im Gegensatz zu den Oscars gibt es bei den Globes auch TV-Preise. Dabei räumte "Homeland" ab: mit Auszeichnungen als beste Dramen-Serie und für die Hauptdarsteller Claire Danes und Damian Lewis. Globes gingen ebenso an Julianne Moore und Kevin Costner. abo