Die Erkennungsmelodie der Pfeifer

HEP 03.08.2012
Es handelt von einem flotten Tanz, und davon, dass der Spaß auch bald vorüber ist. "Heißa Kathreinerle" ist unser Kinderlied der Woche.

Die Entstehung von "Heißa Kathreinerle" ist wie so oft weitgehend ungeklärt. Die Melodie soll aber uralt sein und aus dem 14. Jahrhundert stammen - aus dem Elsass. Dort gab es im 14. Jahrhundert ein eigenes Königreich der umherziehenden Musikanten, den so genannten Pfeifern. Die entzogen sich durch ihre Lebensweise den guten Sitten. Die Quittung: Sie wurden rechtlos. Nur im Pfeifer-Königreich wurden sie respektiert. Und bei ihren jährlichen Pfeifertagen sollen die Musiker eben jene Melodie gespielt haben, die Jean Baptiste Weckerlin 1883 erstmals in seiner Elsässer Volksliedersammlung aufzeichnete - damals allerdings noch mit dem Textanfang "Gügük im Häfele". Das Kathreinerle tauchte erstmals in Clemens Neumanns "Spielmann" 1928 auf. Info Carus Verlag und SWR 2 fördern mit einem Benefizprojekt das Singen mit Kindern. SWR 2 sendet morgen, Samstag, 16 Uhr, ein Kinderlied der Woche. Noten, Text und Mitsingfassung unter: swp.de