Der Berliner Dokumentarfilmer Thomas Heise (63) ist mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis 2019 geehrt worden. Die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt er für seinen Film „Heimat ist ein Raum aus Zeit“, in dem er die Geschichte seiner Familie über vier Generationen zwischen Wien, Dresden und (Ost-)Berlin nachzeichnet. Der Preis wurde am Freitagabend im Rahmen des SWR Doku Festivals verliehen.

Den mit 3000 Euro dotierten Förderpreis vom Haus des Dokumentarfilms (HDF) erhielten Jasmin Herold und Michael David Beamish - für „Dark Eden - Der Albtraum vom Erdöl“, eine Umwelt-Doku über Segen und Fluch fossiler Energie.

Anja Kofmel bekam für „Chris the Swiss“ den mit 5000 Euro dotierten Preis der Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur. Kofmel widmet sich in der Doku ihrem Cousin, einem jungen Schweizer, der in Kroatien im Bürgerkrieg kämpfte - und dort starb.

Sophie Huber wurde für ihren Film „Blue Note Records: Beyond the Notes“ mit 5000 Euro und dem Musikpreis der Opus GmbH ausgezeichnet. Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen des amerikanischen Jazz-Pionierlabels Blue Note Records.

SWR-Intendant Peter Boudgoust sagte laut einem vorab verbreitetem Text: „In einer Zeit, in der unzählige Informationen jederzeit und überall verfügbar sind und die Menschen viele Themen nur noch streifen können, nähert sich der Dokumentarfilm den großen Themen unserer Gesellschaft mit Tiefe.“

Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird seit 2017 jährlich (zuvor zweijährig) vom SWR und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg gestiftet.

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2019

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Dark Eden

Chris the Swiss

Blue Note Records - Beyond the Notes