Terror und Schönheit Daniel Richter mit Solo-Schau in London

Daniel Richter, Problems of the Unknown, 2018. Foto: Jochen Littkemann/Daniel Richter/DACS
Daniel Richter, Problems of the Unknown, 2018. Foto: Jochen Littkemann/Daniel Richter/DACS © Foto: Jochen Littkemann
London / DPA 05.09.2018

Der deutsche Künstler Daniel Richter stellt in seiner ersten Solo-Schau in London eine Gruppe neuer Gemälde vor, die er „nackt und schwitzend“ im Studio über die Sommermonate schuf.

In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte Richter, die 16 großen Ölgemälde seien teilweise von „größerer Verwirrung, Chaos und Unsicherheit“ gekennzeichnet. „Das Terrain der Gefühle und Unsicherheiten ist für den Künstler herausfordernder geworden“, sagte der 55-jährige zur Eröffnung am Mittwoch.

Die Galerie Thaddaeus Ropac, in der die Werke bis zum 28. September gezeigt werden, sieht eine „experimentelle Fortentwicklung in der visuellen Sprache“ des Künstlers. Klar definierte Farbfelder werden von Fragmenten scheinbar gequälter, fließender Körperteile überlagert.„Eine Balance von Terror und Schönheit“, sagt Richter dazu.

Obwohl für den Künstler nach eigenem Bekunden „Farbe nicht wichtig ist“, besticht die expressionistische Farbgebung der Gemälde - vor allem gelb. Richter, für den Musik und Malerei in enger Verbindung stehen, präsentiert die Londoner Schau unter dem Titel „I Should Have Known Better“ (Ich hätte es besser wissen sollen) nach einem Song der britischen Punk-Band Wire von 1979.

Daniel Richter - I Should Have Known Better

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