Oper Ballett und Oper bei den Wagenhallen

Malerisch, aber sanierungsbedürftig: das Opernhaus in Stuttgart.
Malerisch, aber sanierungsbedürftig: das Opernhaus in Stuttgart. © Foto: Bernd Weissbrod
Stuttgart / Daniel Grupp 07.11.2018

„Ein Gelände mit großem Potenzial“ nennt Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) das Areal bei den Wagenhallen, auf dem Oper und Ballett der Staatstheater Stuttgart während der Sanierung des historischen Opernhauses ein mehrjähriges Gastspiel geben sollen. Der Verwaltungsrat der Staatstheater habe beschlossen, dass der Vorschlag einer städtischen Task Force bis Frühjahr 2019 im Detail geprüft wird. Bis nächsten Sommer soll eine Kostenschätzung vorliegen. Auf dem Gelände sollen in modularer Bauweise die Spielstätte mit etwa 1200 Plätzen und die Werkstätten für die Staatstheater errichtet werden.

Ende 2019 sollen Landtag und Gemeinderat das Vorhaben beschließen, nannte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) den weiteren Zeitplan. Wird er eingehalten, könnte 2024 die eigentliche Sanierung der Oper beginnen.

„Das Gebäude leidet“, sagte der geschäftsführende Intendant der Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks,  als die Ergebnisse der Verwaltungsratssitzung vorgestellt wurden. Der Vorschlag der Task Force müsse nun ernsthaft geprüft werden. „Ich hoffe, dass wir auf kein Ko-Kriterium stoßen.“

Nachdem das ehemalige Paketpostamt als favorisierter Standort wegen der hohen Kosten ohne Nachnutzung gescheitert war, hatte die von OB Kuhn geleitete Kommission in den vergangenen Monaten 17 mögliche Interimsstandorte untersucht. Das Areal beim frisch sanierten Kulturzentrum Wagenhallen könnte Werk- wie Spielstätten aufnehmen. Als Nettokosten hatte die Task Force 89 Millionen Euro ermittelt. Kuhn sprach von einer an Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie, da ein Gebäude erhalten bleibe.

Den Vorschlag, zugunsten eines Neubaus auf die Sanierung der Oper zu verzichten, wiesen Kuhn und Bauer zurück. Die Entscheidung, Oper, Ballett und Theater an historischer Städte zu erhalten, sei längst gefallen. Wobei die Ministerin betonte, dass die Kosten der Sanierung des Littmannbaus noch völlig offen sind: „Wir sind weit weg von realen Zahlen.“ 

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