Kassel/Frankfurt Arnold-Bode-Preis geht an Thomas Bayrle

DPA 15.08.2012

Der Frankfurter Künstler und documenta-Teilnehmer Thomas Bayrle erhält den Arnold-Bode-Preis 2012. Das teilte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Dienstag mit. Der Preis ist nach dem Gründungsvater der documenta benannt und mit einem Preisgeld von 10 000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre sowie zusätzlich in documenta-Jahren an bedeutende Künstler der Gegenwart vergeben.

Der gebürtige Berliner, der lange an der Frankfurter Städelschule lehrte, habe bei der documenta "einen aufsehenerregenden Akzent gesetzt", hieß es. Sein Beitrag sei "ein künstlerischer Höhepunkt seiner erfindungsreichen, immer wieder überraschenden und erhellenden Beschäftigung mit dem Strukturprinzip der permanenten Wiederholung des Gleichen". In der documenta-Halle stellt Bayrle zwei raumhohe Wandbilder aus. Eines zeigt ein Flugzeug, das aus vielen kleinen Flugzeugbildern zusammengesetzt ist. Daneben rotieren Flugzeug- und Automotoren, aus Lautsprechern tönt Rosenkranzgesang. Die Preisverleihung ist für 14. September vorgesehen. Laudatorin ist documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev. Sie bezeichnete Bayrle als "einen wahren Revolutionär, der unbeirrt und konsequent die Malerei und unsere Wahrnehmung von Form und Bedeutung verändert hat".