Schwerin Archäologie: Schlachtfeld aus der Bronzezeit

AFP 08.05.2014
In Mecklenburg-Vorpommern haben Archäologen die Überreste einer bronzezeitlichen Schlacht bisher unbekannten Ausmaßes freigelegt.

Nördlich von Neubrandenburg seien menschliche Knochen, Pfeilspitzen und Keulen gefunden worden, die auf eine Auseinandersetzung um 1300 vor Christus mit schätzungsweise fast 4.000 Beteiligten schließen lassen, sagte Landesarchäologe Detlef Jantzen. Identifiziert wurden bislang die Knochen von 77 Leichen.

Es sei die einzige Fundstelle dieser Art nördlich der Alpen. Entlang des Flusses Tollense fanden die Archäologen auf einer Länge von rund 2,5 Kilometer in den vergangenen Jahren 10.000 menschliche Knochen, von denen viele Spuren von Verletzungen aufweisen. Mehrere Schädel waren zertrümmert, in einem steckte noch eine bronzene Pfeilspitze. Wer an der Tollense gegen wen kämpfte, können die Forscher noch nicht sagen. Dazu müssen unter anderem die Knochen forensisch untersucht werden. Viele Pfeilspitzen und einige Schmuckstücke stammen aus südlicheren Gegenden.