Am Sonntag war im Theater Kempten Festivalauftakt mit dem Konzert der Sponsoren. "Geheimnisvolles Nordosteuropa" lautet heuer das Thema, damit knüpfen die Macher - hier sind vor allem Oliver Triendl, künstlerischer Leiter, und Dr. Franz Tröger vom Freundeskreis Classix-Konzerte zu nennen- auch ans Vorjahr an, als das "unbekannte Südosteuropa" im Fokus stand.

2015 richtet sich der Blick also auf Skandinavien und das Baltikum und damit auf eine Region, "die sich in Sachen klassische Musik so rasant wie kaum eine andere entwickelt hat", wie Tröger betonte. Composer-in-Residence ist in diesem Jahr der 1972 geborene Finne Sebastian Fagerlund, dessen sechs Miniaturen für Klarinette, Violoncello und Klavier in deutscher Erstaufführung erklungen waren. In seiner Heimat ist Fagerlund schon einer der Großen, hierzulande beginnt man ihn gerade zu entdecken.

Triendl, gleichsam der Trüffelsucher des Festivals, hatte für das Eröffnungskonzert noch andere Entdeckungen aufs Programm gesetzt, etwa die ebenfalls aus Finnland stammenden Gegenwartskomponisten Mikko Heiniö und Ralf Gothóni. Mit dem Esten Arvo Pärt und Jean Sibelius waren aber auch zwei bekannte Namen aus dem "geheimnisvollen Nordosteuropa" vertreten. Die Mischung stimmte also wieder einmal, und auch die Musiker (darunter Kai Vogler, Violine, und natürlich Oliver Triendl, Klavier) präsentierten sich in Bestform. Ein toller Auftakt!

Bei weiteren Konzerten erklingt diese Woche noch unter anderem Musik von Mustonen, Tüür, Rautavaara, Saariaho und Vasks. Mehr Infos: www.classix-kempten.de