Spektakuläre Funde Ade Himmelsscheibe - Hallo Pferdekopf

Die Himmelsscheibe von Nebra in der Ausstellung „Bewegte Zeiten“. Foto: Anne Pollmann
Die Himmelsscheibe von Nebra in der Ausstellung „Bewegte Zeiten“. Foto: Anne Pollmann © Foto: Anne Pollmann
Berlin / DPA 05.11.2018

In der großen Archäologie-Ausstellung in Berlin steht ein Wechsel an: Statt der bronzezeitlichen Himmelsscheibe von Nebra ist von Mittwoch an (7. November) im Martin-Gropius-Bau ein aus Hessen stammender Pferdekopf zu sehen, der einst zu einem römischen Reiterdenkmal gehörte.

„Der Pferdekopf aus Waldgirmes ist wirklich eine spektakuläre Ergänzung“, erklärte Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, vorab.

Die ebenfalls als ein Highlight geltende Himmelsscheibe wird demnach durch eine hochwertige Kopie ersetzt. Das Original, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, wird nach Angaben des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle aus konservatorischen Gründen jeweils höchstens für einige Wochen ausgeliehen.

Um den jetzt erwarteten Pferdekopf gibt es seit langem Streit. Der Mann, auf dessen Grundstück die vergoldete Bronzeskulptur 2009 gefunden wurde, hatte eine Entschädigung verlangt. Im Juli sprach ihm die erste Instanz 773.000 Euro zu, die Berufung des Landes ist noch anhängig.

Die noch bis zum 6. Januar laufende Ausstellung gibt mit mehr als 1000 Exponaten einen Überblick über die spektakulärsten archäologischen Funde in Deutschland aus den vergangenen 20 Jahren. Bisher kamen rund 50.000 Besucher.

Infos zur Ausstellung

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