Architektur „The Mack“ wird angeblich wieder aufgebaut

 17.06.2018, Großbritannien, Glasgow: Das Mackintosh Building der Glasgow School of Art nach dem Feuer. Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ist das historische Gebäude der Kunsthochschule in Glasgow durch einen Großbrand massiv beschädigt worden. Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
17.06.2018, Großbritannien, Glasgow: Das Mackintosh Building der Glasgow School of Art nach dem Feuer. Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ist das historische Gebäude der Kunsthochschule in Glasgow durch einen Großbrand massiv beschädigt worden. Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Foto: Andrew Milligan
Glasgow / Claudia Reicherter 25.07.2018
Der Direktor der Glasgow School of Art ist überzeugt, das von einem Feuer zerstörte Mackintosh-Gebäude werde restauriert.

Der Rückbau des von einem Feuer am 15. Juni stark beschädigten Mackintosh-Baus der Glasgow School of Art (GSA) hat begonnen. Mit Kranen und von Hand wird Stein um Stein des denkmalgeschützten Sandstein-Gebäudes im Zentrum von Glasgow abgetragen. Die einsturzgefährdeten Giebel und ein Turm sind zum Teil schon weg. Ziel sei es, das berühmte vor rund 110 Jahren vollendete Haus zu stabilisieren und das Gelände zu sichern, damit die Anlieger bald in ihre Wohnungen und Geschäfte zurückkehren können, erklärt GSA-Direktor Tom Inns.

Der Zeitung „The Guardian“ sagte er zudem, für die Kunstuniversität und die Stadt sei klar, dass „The Mack“ restauriert werde. Darüber, ob das Meisterwerk von Charles Rennie Mackintosh abgerissen oder wieder aufgebaut werden soll, ist seit dem Feuer viel spekuliert worden. Für einen Wiederaufbau spricht, dass Pläne für das Gebäude nach einem ersten Brand 2014 komplett in 3D digitalisiert wurden. Die Restauration für 35 Millionen Britische Pfund (mehr als 39 Millionen Euro) war nahezu abgeschlossen, 2019 sollte der Uni-Bau wieder in Betrieb gehen. Die Kosten für einen erneuten Wiederaufbau sollen sich auf 100 bis 200 Millionen Pfund belaufen. Das wäre aber über die Versicherung abgedeckt, ist Inns der britischen Zeitung zufolge überzeugt. Als Vorbilder für das Projekt geben Experten immer wieder die Dresdner Frauenkirche, die Anna-Amalia-Bibliothek und das Neue Museum in Berlin an.

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