Los Angeles "Quincy" ist tot: Jack Klugman starb Heiligabend

Jack Klugman wurde in Deutschland vor allem in seiner Rolle als Gerichtsmediziner berühmt.
Jack Klugman wurde in Deutschland vor allem in seiner Rolle als Gerichtsmediziner berühmt.
DPA 27.12.2012

Der US-Schauspieler Jack Klugman, der als Gerichtsmediziner "Quincy" einen Fall nach dem anderen löste, ist tot. Wie der US-Fernsehsender ABC berichtete, starb Klugman am Heiligen Abend in seinem Haus in Northridge in Kalifornien im Alter von 90 Jahren.

In Deutschland wurde Klugman vor allem als Gerichtsmediziner "Quincy" bekannt. Die Serie wurde für den damals noch jungen Fernsehsender RTL zwischen 1992 und 1994 zu einem der ersten großen Erfolge. Anfangs sei ihm richtig schlecht geworden, erinnerte sich Klugman an seine ersten Versuche als Gerichtsmediziner. Um seine Rolle gut zu machen, sah er Leichenbeschauern bei der Arbeit zu. Die Serie "Männerwirtschaft" - in der Klugman einen schlampigen, faulen Sportreporter spielt - feierte in Deutschland beim ZDF Erfolge. Fünf Jahre lang fetzte sich Klugman darin in den siebziger Jahren mit Tony Randall, der den pingeligen Felix mimte. Die Fernsehadaption von "Ein verrücktes Paar" brachte Klugman zwei Emmy-Trophäen ein.

Der in Philadelphia geborene Klugman hatte in New York Theater studiert und früh seine Liebe zum Broadway entdeckt. Nebenbei experimentierte er in den fünfziger Jahren mit den ersten Live-Fernsehdramen und drehte im Alter von 34 Jahren seinen ersten Film. Es folgte der Filmklassiker "Die Zwölf Geschworenen" - Klugmans Durchbruch. "Days of Wine and Roses" sowie Auftritte in Serien wie "Kimble auf der Flucht" und "Rauchende Colts" waren weitere Stationen. Zuletzt hatte sich Klugman zurückgezogen.