Sie haben eine längere Auszeit genommen, unter anderem sind Sie mit Ihrer Freundin um die Welt gereist. Was hat Sie dabei am meisten beeindruckt?

Ed Sheeran: Das Beste daran war, dass wir die Länder intensiv bereist haben. Ich hatte mich immer über Amerikaner geärgert, die nach England gekommen sind und gesagt haben: „London ist großartig!“. Dabei gibt es so viel mehr in England als London. Du kannst nicht nur dorthin fahren und glauben, du hast das Land gesehen. Dann habe ich mich dabei ertappt, dass ich genauso über Japan gesprochen habe. Dabei war ich nur in Tokio und Osaka. Also habe ich mir jetzt Länder genauer angeschaut, ob Japan, Island, Ghana, Liberia, Australien, Neuseeland oder Fidschi.

Gibt es noch Länder, in denen Sie nicht erkannt wurden?

Ja, Japan. Ich wurde häufig in Tokio erkannt, aber nicht im Norden. In Australien und Neuseeland war es schwierig, da ich dort große Erfolge hatte. In Ghana war es nochmal anders, weil ich dort mit sehr bekannten Künstlern zusammengelebt habe.

Was war der deprimierendste, was der glamouröseste Moment Ihrer Karriere?

Die deprimierenden Momente waren am Anfang. Wenn niemand zu meiner Show kam und ich die letzte Bahn nach Hause verpasst habe. Wenn ich mehr für das Zugticket bezahlt habe, als ich im Endeffekt für meinen Auftritt bekommen habe. Und der glamouröseste? Hm, auf die Bühne zu treten im Wembley-Stadion vor 80 000 Menschen, das war schon verdammt abgefahren.

Sie haben das Londoner Wembley-Stadion drei Mal hintereinander ausverkauft, mit Ihren neuen Singles Rekorde gebrochen. Gibt es ein nächstes Ziel, das Sie anstreben?

Wenn du ein gewisses Level erreicht hast, geht es darum, dort zu bleiben. Darin liegt die Schwierigkeit. Du kannst dich nicht immer auf Glück oder Zufälle verlassen. Wenn du es schaffst, dich dauerhaft auf einem gewissen Level zu halten – dann bedeutet das, dass du da wirklich hingehörst.

Was glauben Sie, ist das Geheimnis Ihres Erfolgs?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt meiner Meinung nach nicht in der Absicht, den Leuten zu gefallen. Mach’s für dich. Mach dich selbst glücklich. Und wenn das, was du tust, dich glücklich macht – dann arbeite noch härter.