Mannheim CDU fordert Kostenbeteiligung des Landes am Nationaltheater

Blick auf den Eingangsbereich des Nationaltheaters in Mannheim. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Blick auf den Eingangsbereich des Nationaltheaters in Mannheim. Foto: Uwe Anspach/Archiv © Foto: Uwe Anspach
Mannheim / DPA 28.06.2018

Nach der Zusage des Bundes über einen Zuschuss in Höhe von 80 Millionen Euro für die Generalsanierung des Nationaltheaters sieht die Mannheimer CDU das Land in der Pflicht. „Jetzt muss der Ministerpräsident liefern“, sagte Bundestagsabgeordneter und Stadtrat Nikolas Löbel am Donnerstag. Er hatte im Bundestag für den Zuschuss geworben. Der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Claudius Kranz, unterstrich: „Ministerpräsident Kretschmann wird sich an seiner Zusage messen lassen müssen, wenn der Bund Geld gebe, werde auch das Land nicht nachstehen.“ Anvisiert werde eine Drittel-Lösung: Je ein Drittel der Kosten für die Sanierung solle vom Bund, Land und der Stadt getragen werden.

In einer ersten Reaktion hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits am Mittwochabend Unterstützung angekündigt: „Die Zusage des Bundes wird nun auch Anlass für das Land sein, einen finanziellen Beitrag zu leisten, um die national hervorgehobene Stellung und damit die künstlerische Qualität des Mannheimer Theaters sicherzustellen.“ Er betonte, man lasse die Stadt Mannheim bei der Sanierung nicht allein. Am Mittwoch hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags den Millionenzuschuss beschlossen.

Eine konkrete Zusage des Landes zur Kostenbeteiligung fordert auch der Mannheimer SPD-Vorsitzende Stefan Fulst-Blei: „Die GroKo in Berlin hat geliefert, jetzt erwarten wir von der schwarz-grünen Landesregierung ein Ende der Lippenbekenntnisse und eine klare Zusage zu einer Förderung mit einem mindestens ebenso hohen Betrag.“

Die Stadt schätzt die Kosten für die geplante Generalsanierung ihres denkmalgeschützten Nationaltheaters auf rund 200 Millionen Euro und stützt sich dabei auf ein Expertenteam. Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) hatte die ab 2022 geplante Generalsanierung als „besondere Herausforderung“ bezeichnet, die die Stadt nicht allein tragen könne.

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