Techno 18 000 beim Senf erwartet

Es gibt zwölf Stunden Dauer-­Party.
Es gibt zwölf Stunden Dauer-­Party. © Foto: Felix Hohagen
Stuttgart / Simon Wagner 07.12.2018

Zwölf Stunden Live-Acts von mehr als 30 Künstlern auf insgesamt fünf Bühnen. Ein Programm, das die gesamte Nacht bis in die Morgenstunden dauern soll: Nicht von ungefähr zählt das „Stuttgart Electronic Music Festival“ (Semf), das am Samstag wieder steigt, zu den größten Techno-Indoor-Festivals Süddeutschlands.

Das Semf zieht seit seiner Erstauflage 2006 tausende Besucher aus ganz Deutschland sowie aus den Nachbarländern an. Anfangs veranstaltet im „Rocker 33“, sind seit 2011 die Stuttgarter Messehallen der Schauplatz. Die beiden Veranstalter Deniz Keser, Geschäftsführer von Südwind, und Tome Aulicky, Betreiber einer Bookingagentur, erwarten wieder rund 18 000 Raver auf 22 000 Quadratmetern.

Knapp 30 Jahre nachdem die Techno-Bewegung von Berlin, Manchester und Detroit aus den Siegeszug um die Welt antrat, hat sich der Musikstil von einer Avantgardebewegung innerhalb der Popmusik längst zu einer eigenständigen Musikrichtung entwickelt, die international viele Anhänger findet. Das Semf ist so etwas wie das vorweihnachtliche Klassentreffen der Szene, bei dem Berühmtheiten auf fünf Ebenen an den Mischpulten stehen.

Sven Väth an den Reglern

Bereits zum wiederholten Mal dabei ist DJ-Legende Sven Väth. Auch sein Kollege aus Frankfurter Tagen, Chris Liebing, gibt sich die Ehre. Daneben werden Top­­acts wie die belgische DJane Charlotte de Witte, Joseph Capriati aus Italien und Jörg Ringle alias Pappenheimer für Party sorgen. Mit dabei beim Who’s Who der DJ-Szene sind aufstrebende Musikschaffende und Urban-Art-Künstler aus der Region. Auf der „Komme was wolle“-Bühne – Tome Aulicky bezeichnet sie als „Herz des Festivals“ – wird neben dem Desterronics Stuttgart Orchestra mit Elektro-Improvisationen unter anderen David Jackson aus Heidelberg gastieren. Der 19-jährige DJ gilt als großes Talent.

Info www.semf.net

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