125 Jahre Oskar Schlemmer

SWP 04.09.2013

Leben Oskar Schlemmer, geboren am 4. September 1888 in Stuttgart, wuchs nach dem Tod der Eltern bei seinen Schwestern in Göppingen auf. Mit 15 begann er eine Lehre in einer Intarsienwerkstatt, 1906 ging er an die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, von 1912 an war er Meisterschüler von Adolf Hölzel (1853-1934). Walter Gropius (1983- 1969) rief ihn 1920 als Lehrer ans Bauhaus. Dort leitete er die Werkstatt für Steinbildhauerei und Wandmalerei.

Werk Schlemmer gilt als bedeutender Vertreter der Klassischen Moderne, vielseitiger Erneuerer der Kunst und Bauhaus-Star. Er arbeitete auch als Bühnengestalter und Choreograf. 1922 wurde sein "Triadisches Ballett" in Stuttgart uraufgeführt. 1932 malte er "Die Bauhaustreppe", die im Museum of Modern Art in New York hängt und ihn weltweit bekanntmachte.

Diffamierung Die erste große Werkschau in Stuttgart wurde 1933 von den Nazis noch vor der Eröffnung geschlossen. Aus anderen Museen wurde seine Kunst als "entartet" entfernt. Er starb 1943 - keine 55 Jahre alt - fast mittellos in Baden-Baden. Beerdigt ist er auf dem Stuttgarter Waldfriedhof.

Ausstellung Die schwierige Rechtslage um den Nachlass sowie bizarre juristische Scharmützel seiner Erben verhinderten zuletzt Ausstellungen seiner Werke. Im Jahr nach dem 70. Todestag aber erlöschen Urheberrechte, 2014 zeigt die Staatsgalerie eine große Retrospektive. dpa

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