Stuttgart 1000 Stühle gegen den Autoverkehr in Stuttgart

Blick auf die sogenannte „Kulturmeile“ und die angrenzende achtspurige Konrad-Adenauer-Straße, aufgenommen von einem Baukran. Foto: Lino Mirgeler/Archiv
Blick auf die sogenannte „Kulturmeile“ und die angrenzende achtspurige Konrad-Adenauer-Straße, aufgenommen von einem Baukran. Foto: Lino Mirgeler/Archiv © Foto: Lino Mirgeler
Stuttgart / DPA 27.06.2018

Auf der Bundesstraße 14 auf Stühlen sitzen - anstatt sie mit dem Auto zu befahren: Die Bürgerinitiative „Aufbruch Stuttgart“ will mit einer besonderen Aktion für weniger Verkehr in der Innenstadt werben. Die am 8. Juli geplante Demonstration unter dem Motto „1000 Stühle“ solle das Interesse für mehr urbane Lebensqualität wecken, teilte Initiator und Vereinsvorsitzender Wieland Backes am Mittwoch mit. „Wir wollen Stuttgart voranbringen.“ Für das Kulturleben müsse das richtige Umfeld geschaffen werden.

Die Bundesstraße 14 durchschneidet Teile der Innenstadt auf Höhe des Landtags, an der Konrad-Adenauer-Straße. In diesem Bereich liegen in unmittelbarer Nähe auch mehrere Kultureinrichtungen: das Württembergische Staatstheater mit seinem berühmten Ballett und der gleichfalls bekannten Oper, die Staatsgalerie, das Haus der Geschichte und das neue Stadtmuseum. Nicht weit davon entfernt sind auch das Kunstmuseum Stuttgart und das Württembergische Landesmuseum.

Die im März 2017 gegründete Initiative ist inzwischen auf mehr als 730 Mitglieder gewachsen. Die Initiatoren, darunter Kulturschaffende oder Architekten, stören sich an vermeintlichen Bausünden als Erbe des Autozeitalters und werben überparteilich für ein anderes Image der Stadt. Opernintendant Jossi Wieler sagte, es sei wichtig, entsprechende Denkanstöße zu liefern. „Die Stadt hat ein großes geistiges und kulturelles Leben.“

Aufbruch Stuttgart

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