Berlin / DPA  Uhr

Die Journalistin Sandra Maischberger will mit ihrem neuen Film „Nur eine Frau“ auch an Schulen gehen.

Der Kinofilm handelt von der Berlinerin Hatun Sürücü - sie wurde 2005 von einem ihrer Brüder erschossen, nachdem sie unter anderem das Kopftuch abgelegt hatte. Er gab an, ihren westlichen Lebensstil zu verachten. Der Fall sei für eine Menge Leute „ein Aufwachen“ gewesen, „ein Schlaglicht auf eine Sache, die wir alle vielleicht bis dahin zu wenig gesehen haben“, sagte Maischberger im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

„Nämlich dass es in einer modernen Stadt wie Berlin in den 2000er-Jahren möglich ist, dass nebenan Traditionen gelebt werden, die mit unserer Auffassung von Menschenrechten, Frauenrechten und dem Recht auf ein selbstbestimmtes Leben nicht überein kommen“, sagte Maischberger.

Die ARD-Moderatorin hat den Film produziert, der am 9. Mai in die Kinos kommt. Maischberger will damit auch an Schulen gehen. „Ich will Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund erreichen, die sagen "Geht mich nichts an". Und natürlich auch die mit Migrationshintergrund.“ Sie wolle Lehrer bei ihrer Aufklärungsarbeit unterstützen und mit Jugendlichen diskutieren.

Trailer zum Film "Nur eine Frau"

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