Für seine Verdienste um den deutschsprachigen Film erhält der Regisseur Rosa von Praunheim (76) den Ehrenpreis des Saarbrücker Filmfestivals Max Ophüls Preis (MOP) 2020.

Er sei Anfang der 1970er durch seine Filme zum „öffentlichen Wegbereiter der Schwulenbewegung in Westdeutschland“ geworden, erklärten die Festivalorganisatoren am Dienstag. Viele Beiträge in den vergangenen 40 Jahren des Nachwuchsfilmfestivals wären ohne das Wirken Praunheims nie entstanden. „Für die jungen Talente, aber auch für unsere Gesellschaft stellt er in seinem vielschichtigen Schaffen ein unbedingtes Vorbild dar.“

Praunheim drehte seit 1967 bis heute den Angaben zufolge rund 150 Kurz- und Langfilme. Außerdem inszeniere er an Oper und Theater, schreibe Bücher und Gedichte, zeichne, male, fotografiere und sei Aktivist. Seine Art des Erzählens sei direkt, persönlich und teils unkonventionell. Damit habe er zahllose Künstler inspiriert.

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