Der Berliner Dokumentarfilmer Thomas Heise (64) ist mit seinen Film „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ unter den Bewerbern für einen Doku-Oscar. Insgesamt seien 159 Dokumentarfilme für die Oscar-Vergabe 2020 eingereicht worden, teilte die Filmakademie in Beverly Hills am Dienstag mit.

Aus diesem Pool werden 15 Beiträge für die sogenannte Shortlist ausgewählt, die Mitte Dezember bekannt wird. Davon gelangen dann fünf Kandidaten in die Nominierungs-Endrunde am 13. Januar. Die Vergabe der Filmtrophäen geht am 9. Februar über die Bühne.

Heise hatte im Juni den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2019 gewonnen. In „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ zeichnet er die Geschichte seiner Familie über vier Generationen zwischen Wien, Dresden und (Ost-)Berlin nach. Unter den 159 Kandidaten sind auch die deutsche Koproduktion „The Cave“ des syrischen Regisseurs Feras Fayyad, die Mondlandungs-Doku „Apollo 11“ und die Fußballer-Dokumentation „Diego Maradona“.

Im vorigen Februar war in der Kategorie „Beste Dokumentation“ die deutsch-syrisch-libanesische Produktion „Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats“ von Regisseur Talal Derki im Oscar-Rennen. Die Trophäe ging dann aber der Film „Free Solo“ über einen waghalsigen Freikletterer.

Akademie-Mitteilung