Berlinale Auf welche Filme sich unser Kulturredakteur freut

Die Berlinale findet vom 15. bis 25. Februar statt.
Die Berlinale findet vom 15. bis 25. Februar statt. © Foto: Jens Kalaene/dpa
Ulm / Magdi Aboul-Kheir 14.02.2018
Die Berlinale geht los! Unser Kulturredakteur Magdi Aboul-Kheir erzählt, auf welche Filme er sich persönlich freut.

„Isle of Dogs“
Wes Anderson gehört zu meinen Lieblings-Regisseuren, zuletzt hat er mit „Grand Budapest Hotel“ ein rundherum wundervolles Meisterwerk vorgelegt. Sein neuer Film ist als Eröffnungsfilm der Berlinale ausgewählt worden, ein Animationsfilm, der in einem zukünftigen Japan spielt. Und wer da alles mitgemacht hat: Jeff Goldblum, Bill Murray, Bryan Cranston, Scarlett Johansson, Tilda Swinton und viele mehr – da bekommt man Stars für sein Geld.

„Transit“
Christian Petzold gehört dank Filmen wie „Die innere Sicherheit“, „Gespenster“, „Yella“ und „Barbara“ zu den besten der ambitionierten deutschen Regisseuren. Sein neuer Film beruht auf Anna Seghers’ im Exil verfassten gleichnamigen Roman – es geht um das Thema Flucht, das Petzold gewiss vielschichtig, sensibel, zeitlos behandeln wird. Und sein Hauptdarsteller Franz Rogowski ist gerade so richtig im Kommen. Einer von vier deutschen Filmen im Wettbewerb.

„Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“
Ich habe einen Jugendfreund, der einen Bruder namens Robert hat. Das reicht also schon, um Philip Grönings Geschichte vom Erwachsenwerden, auch wenn sie fast drei Stunden dauert, für mich interessant klingen zu lassen.

„Utøya 22. Juli“
Der Anschlag im Sommer 2011, bei dem Anders Breivik auf einer norwegischen Insel 77 Menschen, die meisten Jugendliche, tötete, stellt in meinen Augen einen Zivilisationsbruch dar. Ich bin gespannt, wie dieser Film die rechtextremistische Untat auf die Kino-Zuschauer wirken lässt: Er ist in einer einzigen Einstellung gedreht und rekonstruiert, aus der Perspektive der Opfer inszeniert, die Vorgänge.

„Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot“
Gus Van Sant langt als Filmemacher auch mal daneben, aber wenn er gut ist, ist er richtig gut, und dieses Porträt eines Cartoonisten, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und im Zeichnen eine Form der Therapie entdeckt, klingt zugleich witzig als auch emotional. Und der Film ist toll besetzt: mit Joaquin Phoenix, Jonah Hill, Rooney Mara, Jack Black, Udo Kier (yeah!) und sogar Beth Ditto.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel