Ulm / SWP Die Modewelt trauert um Karl Lagerfeld. Auch seine Katze Choupette wird um ihn trauern. Jedoch nicht mittellos, denn der Designer hat vorgesorgt.

Nach dem plötzlichen Tod von Karl Lagerfeld spekulierten die Medien darüber, wer das Vermögen des Modezar erben wird. Jetzt ist bekannt, dass er seiner Katze Choupette Millioneneinkünfte überlässt. Die elegante weiße Birma-Katze hat nicht nur mehr als 122.000 Anhänger bei Instagram, sondern ist jetzt auch durch Millioneneinkünfte, durch ein Buch und Werbeerträge, die wohl reichste Katze der Welt. Vor einigen Jahren gab Karl Lagerfeld zu, dass er sich wünscht, dass seine Katze nach seinem Tod ein würdiges Leben garantiert wird. Deshalb dachte er darüber nach, sie in seinem letzten Willen zu bedenken. Doch kann ich mein Haustier im Testament als Erbe angeben?

Kann Choupette Lagerfelds Vermögen erben?

Für viele Menschen sind die eigenen Haustiere ein vierbeiniges Familienmitglied und ein richtiger Sozialpartner. Es ist also nicht verwunderlich, dass Besitzer für ihr Tier vorsorgen und dem Tier etwas vererben wollen. Im deutschen Erbrecht ist jedoch festgehalten, dass für Haustiere kein Erbrecht gilt. Nach dem deutschen Recht können nur natürliche und juristische Personen erben. Setzt man im Testament sein geliebtes Haustier als Erbe ein, ist dies unwirksam. Wer sich im Rechtsdschungel auskennt, findet Lücken im Recht und kann seinen letzten Willen durchsetzten und seinen vierbeinigen Liebling lebenslang versorgen – so auch Karl Lagerfeld.

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Das Haustier nicht direkt als Erben bestimmen

Möchte ein Tierfreund sein Vermögen dem geliebten Vierbeiner vererben, muss er andere Wege nutzten. Wichtig ist allenfalls, dass ein Testament errichtet wird. Jedoch darf darin keinesfalls das Tier direkt als Erbe genannt werden. Idealerweise wird eine bestimmte Person des Vertrauens zum Erben. Dann geht auch der geliebte Vierbeiner mit dem Erbfall in den Besitz und die Obhut des Erben über. Eine weitere Lösung ist einen Pfleger für das Tier zu nennen. Dieser bekommt von dem Erbe für die Pflege und Versorgung des Tieres eine monatliche, im Testament festgehaltene, Vergütung.

Choupette hat ihr eigenes Vermögen und Dienstmädchen

Karl Lagerfeld hat bereits lange Zeit vor seinem Tod sichergestellt, dass seine Katze versorgt ist und ein gutes Leben führen kann. „Sie hat ihr eigenes kleines Vermögen. Wenn mir etwas zustößt, wird die Person, die sich um sie kümmern muss, keine Not leiden“, sagte Lagerfeld einmal und bezeichnete seine Choupette als ein „reiches Mädchen“. Die Pfleger wählte der Chanel-Kreativdirektor bereits aus. Zwei Gesellschafterinnen und sogar ein Leibwächter sind nun rund um die Uhr für Choupette da.

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