Berlin AfD wirbt mit Pepsi-Fake-Plakat - Jetzt droht Ärger

Pepsi ist über ein Fake-Werbeplakat der AfD nicht begeistert. (Symbolbild)
Pepsi ist über ein Fake-Werbeplakat der AfD nicht begeistert. (Symbolbild) © Foto: Archiv
Berlin / Samira Roll 06.12.2018
Anfang der Woche kursierte ein Bild eines Coca-Cola-Fakeplakats gegen die AfD im Netz. Die AfD konterte mit einem Fake-Werbung mit dem Logo von Pepsi - und erhielt Gegenwind.

Einige AfD-Anhänger und Politiker haben auf den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #CocaColaNeinDanke zum Boykott gegen den Getränkehersteller aufgerufen. Grund für den Aufruf ist ein Fake-Werbeplakat, das seit Anfang der Woche im Netz kursiert. Darauf zu sehen ist das Logo von Coca Cola, ein Weihnachtsmann mit Coca-Cola-Flasche und der Aufschrift: „Für eine besinnliche Zeit: Sag’ Nein zur AfD!“.

Der Plakataufsteller steht seit Montag am Berliner Lützowplatz auf einem schmalen Grünstreifen. Während die AfD sich über das Plakat ärgert, gefällt vielen anderen Nutzern gefällt das anscheinend politische Statement von Coca Cola. Patrick Kammerer, Kommunikationschef des Konzerns in Deutschland, stellt klar, dass das Plakat nicht von Coca Cola stammt - und bezog auf Twitter dennoch klar Stellung: „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“ Das Statement wurde anschließend vom deutschen Hauptaccount der Firma geteilt und damit klar Stellung bezogen.

AfD kontert mit eigener Fake-Werbung

AfD-Politiker Frank Pasemann spricht auf Twitter von „politischer Hetze“. Der Sprecher der AfD Heidelberg schreibt: „Ich finde es wirklich SEHR ERBÄRMLICH, was sich Coca-Cola da leistet“ und „Es gibt schmackhafte #Alternativen!“.

Es folgte: Ein Fake-Werbeplakat mit dem Logo des Getränkeherstellers Pepsi. Aufschrift: „Für eine besinnliche Zeit: Sag ja zur AfD!“.

Bei Pepsi kam diese Aktion nicht gut an: „Das Plakat auf dem Bild stammt definitiv nicht von Pepsi und wir prüfen rechtliche Schritte gegen die Urheber wegen Verletzung unserer Markenrechte.“

„Zero Rassismus, Null AfD“

Unterdessen springt Coca Cola auf den politischen Zug auf und startet eine eigene Anti-AfD-Kampagne. „Ursprünglich war das Anti-AfD-Plakat Fake, aber die Resonanz war so positiv, und die Rechten boykottieren uns sowieso schon, warum also nicht gleich selbst machen.“, meinte Kammerer, „Wir sind jetzt ja sowieso das Feindbild Nr. 1 der AfD, nicht nur, weil unser Getränk schwarz ist. Also warum nicht Kapital daraus schlagen? Sollen sie doch Pepsi trinken!“.

Wer steckt hinter der Kampagne?

Hinter der Coca-Cola-Kampagne steckt die Aktivistengruppe „Modus“. Als Teil des „AFDventskalenders“ sind bis zum 24. Dezember künstlerische Aktionen gegen die AfD geplant. Die Facebookseite fordert die User auf selbst aktiv zu werden und eigenständige Aktionen gegen die AfD zu planen.

Das könnte dich auch interessieren:

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel