Neues Wort im Duden: „Icke“ ist jetzt deutsch

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Hell leuchteten die Buchstaben am Kanzleramt und Schloss Bellevue. In großen weißen Lettern projizierten unbekannte Künstler an die Bauwerke in der Hauptstadt: „Icke muss in den Duden.“ Ungeschickt nur, dass sie sich dafür den Abend des 1. April ausgesucht hatten.Ein Aprilscherz? Eher eine Vorlage, dachten sich einige Berliner Medien. Die „Rettung der Berliner Schnauze“ begann am Montag: mit Berichten, einer Unterschriftenaktion und mit Hilfe von Prominenten wie Politiker Gregor Gysi. Hatte doch Sänger Frank Zander schon im November bemängelt, dass immer weniger Berliner berlinerisch sprechen. Und weil „Icke“ schnell in den Duden sollte, wurde daran erinnert, dass schon Fontane oder Tucholsky dieses Wort in ihren Werken benutzt haben. Das überzeugte die Duden-Redaktion, die in Berlin sitzt: Am Donnerstag gab’s grünes Licht, die Aufnahme des berlinerischen Ichs in das Wörterbuch sei zu rechtfertigen.

Schwaben „schwätzen“ (das steht schon im Duden!) nun sicherlich drüber. Wäre „bruddeln“ nicht typisch schwäbisch? Oder  denken Sie beim „Weggle“ mit „Gsälz“ an einen Eintrag ins Wörterbuch? Vielleicht aber auch einfach an den 1990er Fußball-Weltmeister und Dschungelcamper Thomas Häßler, der aus Berlin stammt. Und seinen bekannten Rufnamen „Icke“  bald im Duden findet – als offizielles deutsches Wort. 

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