2,9 Tonnen Lebensmittel nach Lesbos gefahren

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  • Helfer aus dem Landkreis Neu-Ulm haben fleißig gesammelt. Die Waren kommen Flüchtlingen in Griechenland zugute.  Foto: Rema 1/3
    Helfer aus dem Landkreis Neu-Ulm haben fleißig gesammelt. Die Waren kommen Flüchtlingen in Griechenland zugute. Foto: Rema Foto: 
  • Helfer aus dem Landkreis Neu-Ulm haben fleißig gesammelt. Die Waren kommen Flüchtlingen in Griechenland zugute.  Foto: Rema 2/3
    Helfer aus dem Landkreis Neu-Ulm haben fleißig gesammelt. Die Waren kommen Flüchtlingen in Griechenland zugute. Foto: Rema Foto: 
  • Helferin Birgit Möller (oben) aus dem Kreis Neu-Ulm, umringt von Flüchtlingen, bei der Ankunft des Lastzugs auf Lesbos.  Fotos: Rema 3/3
    Helferin Birgit Möller (oben) aus dem Kreis Neu-Ulm, umringt von Flüchtlingen, bei der Ankunft des Lastzugs auf Lesbos. Fotos: Rema Foto: 
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Mit etwas Verspätung hatte sich die Lebensmittellieferung der Flüchtlingshelferkreise aus dem Landkreis Neu-Ulm auf den Weg nach Lesbos gemacht. Inzwischen sind die Helfer allerdings am Ziel, auf der griechischen Insel angekommen. Insgesamt 2,9 Tonnen Lebensmittel hatten sie für die Bedürftigen gesammelt. Zusätzlich kamen mehr als 20 500 Euro an Spendengeldern herein.

„Der eigentliche Wert eurer Aktion liegt aber weit darüber“, sagte Paolo Oliveira von der Schweizer Hilfsorganisation Remar beim Abschlusstreffen der beteiligten Helferkreise. Remar verpflegt die Flüchtlinge in den Lagern Morja und Kara Tepe. Bemerkenswert: Nach Angaben Oliveiras ist dies die größte Spende, die die Hilfsorganisation Remar bisher von einer vergleichbaren Aktion erhalten hat.

Die Helfer aus den verschiedenen Orten berichteten von den Erlebnissen, die sie während der Aktion hatten. So kam es in einem Pfaffenhofener Supermarkt teilweise zu Engpässen bei Linsen und Bohnen. Ein besonderes Lob gab’s für Schüler der Internationalen Schule Ulm/Neu-Ulm, die der Lebensmittellieferung auch noch einige persönliche Briefe beigefügt hatten.

Rest auf Großmarkt einkaufen

Um den 22-Tonner, der von einer Neu-Ulmer Spedition bereitgestellt worden war, auch voll zu bekommen, wurden von Teilen des gesammelten Geldes noch Lebensmittel vor Ort gekauft. Der Rest wird auf dem Großmarkt auf Lesbos frisch gekauft. „Wir kaufen möglichst beim Großhändler auf der Insel, das ist zwar etwas teurer, aber eine Art Gegenleistung für die verarmte Bevölkerung, die wegen der Flüchtlinge Einnahmen von Touristen einbüßt“, erklärt Oliveira. Zudem sei das griechische Brot bei den Flüchtlingen beliebter, als das kostengünstigere türkische, da sich aus diesem leichter Köder zum Angeln herstellen ließen.

Mit dem Start der Lieferung ist die Aktion aber noch lange nicht beendet: Helferinnen aus dem Landkreis Neu-Ulm fliegen nach Lesbos, um selbst zu beobachten, ob das Geld der Spender auch wirklich dort ankommt, wo es gebraucht wird. Paolo Oliveira betonte beim Abschlusstreffen, dass die Helferkreise allein darüber entscheiden dürfen, wofür das Geld verwendet wird. Oliveira schildert auch, wie die Helfer auf Lesbos untergebracht sind: Gelebt wird in Wohngemeinschaften. In einem Hotel abzusteigen sei nicht erwünscht, da die Helfer voll in den Alltag integriert werden sollten.

Hilfe für Waisenkinder

Die Organisation Remar S.O.S ist neben den Camps auf Lesbos an zwei weiteren Standorten auf der Balkanroute präsent: Im griechischen Malakasa und im serbischen Presevo. Darüber hinaus engagiert sich Remar in vielen weiteren Feldern der humanitären Hilfe: So wird zum Beispiel eine Schule für die italienischen Erdbebenopfer gebaut, in Haiti kümmert sich die Organisation um Waisenkinder.

Konto Das Spendenkonnto bei der VR-Bank Langenau-Ulmer Alb (IBAN: DE70 6306 1486 0005 0000 09, BIC: GENODES1LBK Stichwort „Lesboshilfe“) ist weiterhin geöffnet. Unter dem Motto „Winterhilfe“ wollen die Helfer den Flüchtlingen, von denen nur wenige in beheizten Zelten leben, über die kalte Jahreszeit helfen.

Information Wer selbst nach Lesbos möchte, um sich vor Ort zu engagieren, kann sich auf der Homepage der Hilftsorganisation unter remar.ch informieren. Paolo Oliveira von der Schweizer Hilfsorganisation Remar betont, es sei aufgrund der großen Belastungen wichtig, nichts überstürzt anzugehen.

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