Bönnigheim TSV Bönnigheim geht im Bezirkspokal erneut leer aus

DZ/KOK 29.04.2014
Beim Bezirkspokal-FinalFour in Weissach im Tal haben die Handballer des Landesligisten TSV Bönnigheim bei ihrer dritten Teilnahme zum dritten Mal den Titel verpasst. Die Frauen des TV Großsachsenheim schafften es ebenfalls ins Finale.

Zum dritten Mal hintereinander stand der TSV Bönnigheim im Herren-Pokalfinale des Handballbezirks Enz/Murr in Weissach im Tal, verlor aber auch zum dritten Mal in Folge - diesmal gegen den klassentieferen Bezirksligisten TV Oppenweiler 2 mit 24:36.

Schon im Halbfinale beim knappen 18:15-Erfolg über die eine Klasse tiefer spielende HSG Neckar FBH hatte der TSV Bönnigheim mehr Mühe als erwartet mit dem hartnäckigen Gegner und konnte sich erst in der Schlussphase nach dem 12:12-Zwischenstand etwas absetzen. Bester Werfer auf Bönnigheimer Seite war Dominic Zäh mit fünf Toren, davon drei durch Siebenmeter. Mit diesem Erfolg hatte der TSV die Teilnahme am HVW-Pokal-Wettbewerb in der nächsten Saison schon sicher.

Im Endspiel des Bezirkspokals kamen die Bönnigheimer gegen den TV Oppenweiler 2, der in dieser Woche noch zwei Relegationsspiele um den Aufstieg in die Landesliga bestreitet, mit 24:36 böse unter die Räder. Gegen einen wesentlich engagierter und in der Abwehr aggressiver zu Werke gehendem Kontrahenten boten die TSV-Akteure nur bis zum 9:8 einigermaßen Paroli. Matthias Ohr, der in der kommenden Saison zum TSB Horkheim 2 wechselt, war mit fünf Toren treffsicherster Bönnigheimer. Zur Pause lag der TSV Bönnigheim beim 12:15 noch in Schlagdistanz zum TVO 2, scheiterte aber schon da mit einigen freien Würfen am guten Oppenweilerer Torhüter Craig Tigges. Zudem spielte der Landesligist oft zu kompliziert und suchte zu selten den direkten Weg zum Tor. In den zweiten 30 Minuten nahm das Debakel schnell seinen Lauf. Nach sieben torlosen Minuten sahen sich die TSV-ler mit 12:19 im Hintertreffen und steuerten in Folge über 15:20 und 18:28 (50.) der blamablen 24:36-Schlappe entgegen.

Bei den Damen sorgte der als klassentiefstes Team angetretene TV Großsachsenheim aus der Kreisliga A mit dem 12:9 (6:6) Halbfinalsieg gegen den Meister der Bezirksklasse, den TV Vaihingen/Enz, für eine faustdicke Überraschung. Dort erwies sich der um den Aufstieg in die Württembergliga spielende Landesligist und Pokalverteidiger TV Großbottwar II dann jedoch als eine Nummer zu groß und das aufopferungsvoll kämpfende TVG-Team zog mit 16:40 den Kürzeren.

Zu Beginn der Halbfinalpartie gegen den TV Vaihingen/Enz agierte n die TVG-Handballerinnen nervös. Vaihingen führte mit 6:2, doch Sekunden vor der Halbzeitsirene traf Simone Wilske für den Außenseiter mit einem sehenswerten Schlagwurf zum 6:6-Ausgleich. Zu Beginn der zweiten 20 Minuten ging der TVG erstmals in Führung, konnte diese aber nicht lange halten. Das von den Defensivreihen geprägte Spiel blieb eng. Fünf Minuten vor dem Ende konnte sich der TVG auf 11:8 absetzen und brachte den Sieg über die Zeit.

Im Finale gegen den TV Großbottwar II musste der TVG verletzungsbedingt auf Stefanie Stadler verzichten, so dass nur noch drei Auswechselspielerinnen zur Verfügung standen. Da der Landesligist stets aufs Tempo drückte, schwanden den Sachsenheimerinnen nach und nach die Kräfte. Bis zum 4:7 hielt der TVG mit, zur Pause führte der TVG II aber schon mit 20:7. Am Ende stand zwar eine 16:40-Niederlage, doch durch die Finalteilnahme hat sich der TV Großsachsenheim das Startrecht im Verbandspokal gesichert.