Landesliga Trainerwechsel zeigt erste Früchte

Hofherrnweiler / Adolf Schöllkopf 04.06.2018

Hätte Titelanwärter Waldstetten die fest eingeplante Schützenhilfe gegen den TSV Köngen geleistet (ein Unentschieden hätte genügt), wäre der TSV Bad Boll mit dem 5:2 bei der TSG Hofherrnweiler bereits vorzeitig gerettet gewesen. So braucht die Mannschaft von Interimstrainer Roberto Pelleriti im letzten Spiel zuhause gegen den TSGV Waldstetten noch einen Punkt, um sicher auch im elften Jahr hintereinander in der Landesliga zu spielen.

Die Gäste kamen sofort auf volle Betriebstemperatur. Persch steckte den Ball auf den heranstürmenden Philipp durch, der Torhüter Landgraf bereits nach wenigen Sekunden zu einer Glanzparade zwang. In der 10. Minute krachte ein Freistoßgeschoss aus 25 Metern von Philipp an den Pfosten. Der fällige Bad Boller Führungstreffer gelang fünf Minuten später. Augsts Freistoßflanke köpfte Sebastian Aust unhaltbar ein. Danach nahm Bad Boll das Tempo etwas zurück, kontrolierte aber das Geschehen. Aus heiterem Himmel glichen die Gastgeber durch Ganzenmüllers Kopfball aus (39.).

Die Gäste kamen erneut hellwach aus der Kabine und machten binnen acht Minuten klar Schiff. Eine Ecke von Falzone wuchtete Rapp per Kopf unhaltbar ins lange Eck (47.). Falzone setzte einen satten Schuss nur um Zentimeter über die Querlatte (52.). Eine Minute später veredelte Hartmann die perfekte Vorarbeit von Philipp und Hansjörg Aust zum 3:1. Die Gastgeber wollten sich trotz des Zweitore-Rückstandes nicht geschlagen geben und stemmten sich gegen die drohende Heimniederlage. Ihr Einsatz fruchtete in Minute 67, als Avduli mit einem abgefälschten Schuss aus 14 Metern zum 2:3-Anschlusstreffer verkürzte.

Doch wiederum ließ sich der TSV Bad Boll nicht beeindrucken. Der eingewechselte Sat klärte in der Schlussphase mit zwei Traumtoren endgültig die Verhältnisse. In der 76. Minute überwand er Hofherrnweilers Torhüter Landgraf aus 20 Metern mit einem sehenswerten Heber zum 4:2, ehe er vier Minuten vor Schluss ebenfalls wieder per Heber von der Strafraumlinie das fünfte Tor nachlegte und damit den hochverdienten Auswärtsieg  endgültig klarmachte.

Der TSV Bad Boll kann sich im letzten Heimspiel gegen Vize- Meister Waldstetten mit einem Unentschieden endgültig retten, während die direkte Konkurrenz aus Köngen und Frickenhausen ihre Heimspiele gewinnen muss. Direkt absteigen kann der TSV Bad aber in keinem Fall, da der TV Echterdingen mit drei Punkten weniger und der deutlich schlechteren Tordifferenz nicht mehr zu Bad Boll aufschließen kann.

TSV Bad Boll: Scherrenbacher – Philipp, Rapp, Ayyildiz (65. Sat), Djorovic, Persch (86. Hartig), Falzone, Sebastian Aust, Hansjörg Aust (77. Hummel), Hartmann (90. Maticevic), Augst.

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