Justiz Titel

Schwäbisch Hall / -- 04.06.2018

Das Haller Amtsgericht hat eine in einem Strafbefehl ausgesprochene Geldstrafe gegen einen 41-jährigen Gaildorfer erheblich abgemildert. Am Abend des 17. Februar dieses Jahres war der beschuldigte Mann in Bühlertann auf offener Straße von der Polizei kontrolliert worden. Die Beamten fanden bei ihm einen Schreckschussrevolver. Sie nahmen ihm den Revolver ab und zeigten ihn wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz an (unerlaubtes Führen einer Schusswaffe).

Der 41-Jährige erhielt daraufhin einen Strafbefehl über eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 40 Euro, also 1200 Euro. Sein Einspruch hatte Erfolg. Die  Verhandlung zeigte: Bei dem Erlass des Strafbefehls war das Amtsgericht von guten finanziellen Verhältnissen des Mannes ausgegangen. Jetzt stellte sich heraus, dass er von Hartz IV lebt. Das Gericht reduzierte die Strafe deswegen um mehr als die Hälfte. Es blieb zwar bei 30 Tagessätzen, aber pro Tag wurden wegen des niedrigen Einkommens nur 12 Euro angesetzt. Der bisher unbescholtene 41-Jährige akzeptierte noch im Gerichtssaal die jetzt verhängte Geldstrafe von 360 Euro. Er kann sie in Raten abzahlen.

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