Der Landtags-Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Zulagenaffäre an der Beamtenhochschule Ludwigsburg geht voraussichtlich in den Endspurt. An diesem Montag soll noch einmal Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) in Stuttgart vernommen werden. Sie war in dem Gremium bereits vor zwei Jahren befragt worden. Damals verteidigte sich die Ressortchefin gegen Vorwürfe, sie habe zu spät in die Affäre eingegriffen.

Die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen war wegen umstrittener Professoren-Zulagen in die Schlagzeilen geraten. Im Fokus steht seitdem insbesondere auch das Krisenmanagement von Ministerin Bauer. Kritiker halten ihr vor, die Hochschule und deren Rektorin Claudia Stöckle zu lange mit ihren Problemen alleine gelassen zu haben. „Sie hätte früher intervenieren müssen“, sagte zum Beispiel der FDP-Obmann Nico Weinmann.

Bauer ist voraussichtlich die letzte Zeugin in dem Ausschuss, dessen Einsetzung der Landtag im Februar 2017 beschlossen hatte. Wenn die Beweisaufnahme beendet ist, steht die Arbeit an dem Abschlussbericht an. Dieser soll nach früheren Angaben von Ausschusschefin Sabine Kurtz (CDU) spätestens nach der Sommerpause vorliegen.