Der Wolf, der am Wochenende in mehreren Orten im Neckar-Odenwald-Kreis gesichtet worden ist, ist offenbar tot. Der Polizei wurde ein großes totes Tier gemeldet, das auf der A6 zwischen Öhringen und Neuenstein (Hohenlohekreis) liege. Nach Auskunft des Umweltministeriums liegt die Stelle etwa 40 Kilometer Luftlinie von den Orten entfernt, an denen der Wolf gesichtet worden ist.

Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) haben den Kadaver abgeholt. Nach deren Einschätzung könnte es das gesichtete Tier sein. Die Untersuchung wird einige Wochen dauern. Unterdessen sieht es so aus, als ob es sich bei dem toten Tier um einen Wolf handelt, der im Januar aus einem Wildpark in Nordhessen ausgebrochen war. Ein Sprecher des Kreises, in dem der Wildpark liegt, sagte am Mittwoch, dass diese Möglichkeit besteht.

Mehrere Wochen dauern soll auch die Untersuchung der Rissabstriche, die an zwei Schafen genommen wurden. Die Tiere waren bei Oppenau (Ortenaukreis) tot aufgefunden worden. Auch hier geht die FVA davon aus, dass ein Wolf die Schafe gerissen hat. Laut Umweltministerium war die Herde nicht ausreichend gesichert.