Auto Verkehr: In München gibt’s den meisten Stau

Stau: In vielen deutschen Städten gehört das für Autofahrer zum täglichen Leben dazu.
Stau: In vielen deutschen Städten gehört das für Autofahrer zum täglichen Leben dazu. © Foto: Archiv (dpa)
Stuttgart / lsw, swp 06.02.2018
In München stehen Autofahrer am häufigsten im Stau – rund 51 Stunden pro Jahr. In anderen Städten sieht es nicht viel besser aus.

In München stehen Autofahrer so lange und so oft im Stau wie in keiner anderen deutschen Stadt. Das ist das Ergebnis in der vom Verkehrsdatenanbieter Inrix veröffentlichten Übersicht der verkehrsreichsten Städte. München hatte zu Stoßzeiten die höchste Staurate auf Hauptverkehrs- und Innenstadtstraßen, 27 Prozent der Gesamtfahrzeit wurden durch Staus beeinträchtigt. Im Vergleich dazu lag diese Rate in Los Angeles, der weltweiten Stauhauptstadt, lediglich bei 21 Prozent.

Damit liegt die bayerische Landeshauptstadt zum zweiten Mal in Folge an der Spitze der staureichsten Städte in Deutschland. Durchschnittlich verbringen Autofahrer hier 51 Stunden pro Jahr im Stau – gefolgt von Hamburg und Berlin. Stuttgart landete wie im Jahr zuvor auf Rang 4. In der immer wieder von Feinstaub geplagten Landeshauptstadt verbrachten Autofahrer laut Inrix 2017 im Schnitt 44 Stunden im Stau - wie schon 2016. Die Summe der Kosten für alle Autofahrer in Stuttgart stieg damit um fast 250 Millionen Euro auf 918 Millionen Euro pro Jahr.

Dank der Fertigstellung mehrerer Bauprojekte ist Heilbronn nicht mehr die schlimmste Stauhölle Baden-Württembergs. In der Neckarstadt sank 2017 die durchschnittlich in Staus verbrachte Zeit laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie von 45 auf 38 Stunden. Damit konnte Heilbronn in der vom Verkehrsdatenanbieter Inrix veröffentlichten Übersicht der verkehrsreichsten Städte Deutschlands vom zweiten auf den siebten Platz sinken.

Inrix hob hervor, dass Baden-Württemberg sein Budget für Maßnahmen zur Erhaltung der Straßenqualität erhöht habe. Dadurch hätten zwischen 2011 und 2016 mehr als 1000 Kilometer Bundes- und Landesstraßen verbessert werden können. Besonders große Verbesserungen seien in Heilbronn erreicht worden. Den größten Effekt hätten dort der Abschluss vieler Bauprojekte im Vorfeld der „Buga 2019“ sowie die Eröffnung der neuen Karl-Nägele-Brücke im Juli 2017.

Ulm, dessen Autofahrer in jüngster Zeit aufgrund zahlreicher innenstädtischer Baumaßnahmen zumindest gefühlt häufig im Stau stehen, kommt im Deutschlandvergleich lediglich auf den 52. Rang. Mit insgesamt 14 Stunden Wartezeit im Stau pro Jahr und einer durchschnittlichen Staurate von 5 Prozent fällt das Ergebnis vergleichsweise moderat aus.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel