Immer 39 Tage nach Ostersonntag feiern die evangelische und katholische Kirche Christi Himmelfahrt. Deshalb fällt das Fest auch immer auf einen Donnerstag. Aber was genau bedeutet der Begriff „Christi Himmelfahrt“ überhaupt und wieso ist der Vatertag am selben Tag?

Der biblische Hintergrund

Drei Tage nach seiner Kreuzigung ist Jesus Christus laut Neuem Testament auferstanden und hat sich seinen Jüngern gezeigt - das feiern wir an Ostern. Danach ist er noch 40 Tage lang bei ihnen geblieben, bis er in einer Wolke in den Himmel zu seinem göttlichen Vater aufgefahren ist - so steht es in der Bibel.

Nachlesen in der Bibel kann man die Geschichte der Himmelfahrt von Jesus sowohl im Lukasevangelium (24,50 - 52), als auch in der Apostelgeschichte (1,1 - 11). Des weiteren wird die Himmelfahrt Jesus Christus bei Matthäus (26,64), Johannes (14,1 - 3), Epheser (4,8 - 10, 1), Thessalonicher (1,10) und Hebräer (2,9 4,14) erwähnt.

Darum feiern wir den Vatertag an Christi Himmelfahrt

Seit dem 4. Jahrhundert feiern die Christen die Himmelfahrt. Am selben Tag ehren wir in Deutschland auch unsere Väter. Der Vatertag wurde wenige Jahre nach der Einführung des Muttertags (1914) etabliert. Begründerin ist die amerikanische Sonora Smart Dodd, die ihrem Vater dankte, dass er sie und ihre fünf Geschwister als Witwer aufgezogen hatte. Und woher kommt der Bezug zum christlichen Feiertag?

Christi Himmelfahrt und Vatertag: Aus Prozessionen werden Männerausflüge

Wie in der Bibel zu lesen ist, waren die Jünger zum Ölberg hinausgegangen, um sich dort von Jesus Christus zu verabschieden. Aus diesem Grund finden in einigen Gemeinden auch Prozessionen statt.

Diese Umzüge entwickelten sich nach und nach zu Männerausflügen. Das führte zum heute weitverbreiteten Brauch der „Herrenpartie“ oder „Schinkentour“ - den Wanderungen, wie man sie auch am 1. Mai pflegt.

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Frankfurt/Main