Bei einer Routinekontrolle in der Trinkwasserversorgung der e.wa riss wurde eine Verunreinigung mit coliformen Keimen in Teilen des Trinkwassernetzes der Kernstadt Biberach festgestellt. Das teilte der Landkreis Biberach am Montagnachmittag in einer Presseerklärung mit auf seiner Homepage mit.

Die coliformen Keime gelten als Hinweis auf mögliche Verunreinigungen des Trinkwassers. Deshalb wurde in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt für einen Teilbereich des Trinkwassernetzes eine Chlorung und ein Abkochgebot für die betroffenen Kunden erlassen. So sollen „wasserbedingte Infektionskrankheiten“ vermieden werden.

Abkochgebot gilt bis auf Weiteres

Das Leitungswasser in den Bereichen Rißegg-Halde, Gebiet Leipziger Straße bis Bürgerheim und Dollinger Realschule darf nur

  • abgekocht getrunken,
  • zur Zubereitung von Nahrung,
  • zum Zähne putzen,
  • oder zum Reinigen offener Wunden

verwendet werden. Das Abkochgebot gilt bis auf Weiteres. Die betroffenen Anwohner werden auch mittels Hauswurfsendungen informiert.

Das Leitungswasser kann für die Toilettenspülung oder andere Zwecke ohne Einschränkung genutzt werden. Für Aquarien ist gechlortes Wasser ungeeignet.

Diese Straßen in Biberach sind betroffen

  • Angerweg 1 - 8
  • Arthur-Handtmann-Straße 48 und 50
  • Eichendorffweg 2, 5 und 23 - 37
  • Elsterweg 2 – 8 und 26
  • Ergattenstraße 1 - 20
  • Erlenweg 1 - 59
  • Görlitzweg 4 - 18
  • Haldenberg 17 und 19
  • Haldenstraße 1 - 97
  • Han-Liebherr-Straße 2 – 11 und 32
  • Hasenwinkel 1 - 15
  • Heuweg 44 und 45
  • Hohnfeldweg 2/1 - 10
  • Hungergraben 11 - 25
  • Königsbergallee 6
  • Leipzigstraße 5 - 51
  • Mittelbergstraße 4 - 11
  • Mühlweg 2 - 14
  • Mumpfental 3
  • Rißegger Straße 4
  • Rollinstraße 49 - 63
  • Saarstraße 19 - 22
  • Schlierenbachstraße 4 - 55
  • Schwarzbachstraße 1 - 34
  • Valenceallee 2 - 7
  • Waldseer Straße 42 - 157
  • Weidenweg 7 - 27
  • Wiesenstraße 1 - 10
  • Wilhelm-Leger-Straße 2

Ursache für die Verunreinigung des Wassers noch unklar

Die Chlorung beginnt am Montag und wird solange aufrechterhalten, bis die notwendige Konzentration in weiten Teilen des betroffenen Trinkwassernetzes erreicht wird, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dies könne etwa drei bis vier Tage dauern. Aus Sicherheitsgründen sei vorgesehen, die Konzentration anschließend noch eine Woche aufrecht zu erhalten. Sobald die Chlorung beendet und das Abkochen des Wassers nicht mehr nötig ist, werden die betroffenen Anwohner informiert.

Die Ursache der Verunreinigung ist noch unklar. Sollten den betroffenen Hausbesitzern Mängel an ihrer hausinternen Trinkwasserinstallationen oder an ihrer Brauchwassergewinnung (z. B. Zisterne, Rückflussverhinderer) auffallen, werden Sie gebeten, sich umgehend an einen Fachbetrieb zu wenden.

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