Die neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts beweisen: Baden-Württemberg wird als Urlaubsland immer attraktiver. Demnach sind im ersten Halbjahr 2019 rund 10,6 Millionen Gäste im Land angekommen, das entspricht einem Plus von rund 284.000 Gästeankünften oder 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch deutlicher fielen die Zuwächse bei den Übernachtungszahlen aus. Diese lagen im ersten Halbjahr 2019 bei annähernd 25,8 Millionen und damit um 943.000 oder 3,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Bei den größten Gewinnern lässt sich die Entwicklung mit zwei herausragenden Sondereffekten erklären. Der Landkreis Ravensburg legte bei den Übernachtungen um sagenhafte 73,2 Prozent zu, weil in Leutkirch der Center Parc Allgäu mit tausend Häusern eröffnet worden ist. Der Stadtkreis Heilbronn kann eine Steigerung um 23,6 Prozent melden, weil dort seit 17. April die Bundesgartenschau auch viele Besucher anzieht, die länger bleiben möchten.

Ulm attraktiv

Auffallend im Zahlenwerk der Statistiker: In Ulm übernachteten in den ersten sechs Monaten acht Prozent mehr Urlauber als im ersten Halbjahr 2018 – ganz ohne Bundesgartenschau und Ferienpark! Offenbar ist die Stadt mit dem Münster auch so attraktiv.

Der für den Tourismus zuständige Landesminister Guido Wolf (CDU) freut sich über die Beliebtheit des Südwestens. „Ferien in Baden-Württemberg liegen voll im Trend.“ Diese Entwicklung sei aber „nicht gottgegeben, sie ist das Ergebnis der harten Arbeit der Leistungsträger im Tourismusgewerbe“. Vor dieser großartigen Leistung gelte es den Hut zu ziehen. Damit sich diese mehr als nur erfreuliche Entwicklung auch in der Zukunft fortsetze, sei erst vor wenigen Wochen die neue Tourismuskonzeption des Landes vorgestellt worden. „Wenn es uns gelingt, die dort vorgesehenen Impulse im ganzen Land umzusetzen, werden wir die Erfolgsgeschichte des Tourismus im Land auch in der Zukunft fortschreiben können“, sagte Wolf.

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