Nach dem Tod einer Frau und ihres kleinen Enkels bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht wird am Freitag das Urteil gegen den Autofahrer erwartet. Er soll nach dem fatalen Unglück in Gaggenau (Kreis Rastatt) geflüchtet sein, ohne sich um die beiden Schwerstverletzten zu kümmern. Der 48-Jährige hatte zum Prozessauftakt vor dem Amtsgericht Rastatt bereits eingeräumt, Oma und Enkel überfahren zu haben. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes habe er aber nicht realisiert, dass er Menschen erfasst hatte.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich nach einem Gaststättenbesuch betrunken und bekifft hinter das Steuer gesetzt zu haben. Minuten später kam er von der Fahrbahn ab, fuhr über den Gehweg - und erfasste die Frau, die dort gerade mit dem im Kinderwagen liegenden Kind spazieren ging. Angeklagt ist der 48-Jährige unter anderem wegen fahrlässiger Tötung sowie Fahrerflucht und Drogenbesitzes (Az.: 11 Ls 301 Js 9879/18).