Nach Angaben des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom Montag in Stuttgart werden seit Anfang Mai gemeinsam mit dem Klinikum Stuttgart und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Patienten untersucht, die an Covid-19 erkrankt sind und behandelt werden oder wurden. Die Patienten sollen innerhalb eines Jahres regelmäßig auf Antikörper hin getestet werden.
Bislang liegen nach Angaben der Ärztlichen Leiterin des Tests, Silke Fischer, 17 Proben vor, insgesamt sollen es zunächst bis zu 50 werden. „Die Proben sollen uns unter anderem Erkenntnisse liefern über den Zeitpunkt des Auftretens von Antikörpern nach einer SARS-CoV-2-Infektion“, sagte Fischer.

Antikörper-Studie in Stuttgart

Mit Antikörpertests könne aber keine akute Corona-Infektion festgestellt werden. „Ein Antikörpertest stellt nicht das Virus selbst, sondern die Antikörper gegen das Virus fest“, sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen rechnet Fischer innerhalb der kommenden Wochen.
Zeitgleich wird in Stuttgart zudem eine Antikörperstudie mit mindestens 1000 zufällig ausgewählten Menschen durchgeführt. Ziel ist es, anhand der Daten Kenntnis darüber zu gewinnen, wie stark sich das Coronavirus in der Bevölkerung ausgebreitet hat.