Eigentlich soll die Bahn ab 2030 nach einem besseren Fahrplan fahren. Nun ist aber bekannt geworden, dass der neue Stuttgarter Bahnknoten mit dem Tiefbahnhof gar nicht für diesen Fahrplan geeignet ist. Kritiker warnen seit Jahren davor, dass die acht unterirdischen Gleise des S21-Bahnhofs sowie die Zulaufstrecken zum Tiefbahnhof nicht genügend Kapazitäten haben, um den Deutschland-Takt zu realisieren. Der sollte zwischen Großstädten eigentlich Verbindungen im Halbstundentakt ermöglichen.

Fahrgäste müssen lange auf den Anschlusszug warten

Für die Fahrgäste im Land bedeutet das nach Angaben des Verkehrsclubs VCD teilweise lange Umsteigezeiten. Das geht aus dem Zielfahrplan für Baden-Württemberg hervor. Auf diesen Strecken müsst ihr besonders lange auf den Anschlusszug warten:

Tübingen-Karlsruhe

Bei einer Fahrt von Tübingen nach Karlsruhe müssen Fahrgäste in Stuttgart 27 Minuten auf den Anschlusszug in Richtung Karlsruhe warten.

Mannheim-Tübingen

Auf dieser Strecke wird sich die Fahrzeit dem neuen Fahrplan zufolge sogar verlängern. Laut VCD-Chef Matthias Lieb wird die schnellste Verbindung künftig zehn Minuten länger dauern. Aktuell müssen Fahrgäste in Stuttgart acht Minuten auf den Anschlusszug warten – im neuen Tiefbahnhof wird die Wartezeit 20 Minuten betragen.

Singen-Heilbronn

Wer künftig vom Bodensee nach Heilbronn fahren will, muss in Stuttgart 33 Minuten auf den Anschlusszug warten.

Würzburg-Zürich

Personen, die auf dieser Strecke unterwegs sind, müssen in Stuttgart sogar fast eine Stunde auf den Anschluss in Richtung Zürich warten. 58 Minuten wartet man dort künftig.

Mannheim-Friedrichshafen

Auch auf Ulm haben der neue Fahrplan und der Tiefbahnhof Auswirkungen: Weil der Zug aus Mannheim so spät in Ulm ankommt, müssen Fahrgäste dort künftig 26 Minuten lang warten bis sie nach Friedrichshafen weiterfahren können.

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