Unfall Zementwerk: Heute soll weiter ermittelt werden

Die Ermittlungen in Schelklingen sollen heute weitergehen.
Die Ermittlungen in Schelklingen sollen heute weitergehen. © Foto: Emmenlauer
Schelklingen / Rainer Schäffold 10.09.2018

Die Ermittlungen nach dem tödlichen Unfall am Freitag auf der Baustelle des Schelklinger Zementwerks sollen heute weitergehen. Nach dem Zusammensturz eines Gerüsts, bei dem zwei Arbeiter ums Leben gekommen waren,  hatte die Polizei am Wochenende ihre Ermittlungen zur Unfallursache vorerst ausgesetzt. Wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte, bestehe weiterhin  Einsturzgefahr des Gerüsts, das sich innerhalb des so genannten Zyklons, einer Art Riesenkamin oder Silo, befindet. So habe die Baustelle übers Wochenende nicht betreten werden können, zuerst müssten Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Ob dies inzwischen geschehen ist oder heute geschehen wird, das konnte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Ulm gestern auf Anfrage nicht sagen.

Wie berichtet war am Freitag gegen 12.30 Uhr im Zementwerk in Schelklingen ein Gerüst an einer Ofenanlage mit rund 40 Metern Höhe eingestürzt, auf dem sechs Arbeiter tätig waren. Als das Gerüst im Innern der Anlage zusammenbrach, hätten sich vier Arbeiter retten können, sagte die Unternehmenssprecherin von Heidelberg Cement auf Anfrage. Zwei der Männer aber seien unter dem Gerüst begraben worden.

Ein 20-Jähriger stürzte aus zehn Metern Höhe ab und trug  lebensgefährliche Verletzungen davon. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber zu einer Klinik geflogen und erlag dort seinen schweren Verletzungen. Sein 40-jähriger Kollege konnte nach seinem Sturz aus 40 Metern Höhe nur noch tot geborgen werden.

Die Arbeiter waren laut Heidelberg Cement bei einem Subunternehmen von Thyssen Krupp beschäftigt, das im Zementwerk wohl mit Montagearbeiten an der neuen, 140 Meter hohen Ofenanlage beauftragt war.

Zur Bergung waren Feuerwehren samt Höhenrettung, Rettungsdienste und Notarzt im Einsatz. Noch am Unglückstag sicherten Kriminaltechniker Spuren; auch das Landratsamt und die Gewerbeaufsicht des Regierungspräsidiums Tübingen waren an der Unfallstelle.

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